VMware will die Zukunft des Desktops prägen

27. Februar 2008, 12:08
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Virtuelle Desktops bekommen "Offline-Modus" - Scalable Virtual Image Technology spart Plattenplatz und erleichtert zentrales Management

Einer der Bereiche, in denen VMware in Zukunft stark wachsen will, ist der der Desktop-Virtualisierung. Kein Wunder: Während es am Server bereits seit einiger Zeit den Anschein macht, dass kaum mehr ein neues Produkt ohne Virtualisierung angeboten wird, gibt es beim Desktop noch einigen Spielraum.

VMworld

Zur weiteren Beschleunigung des Wachstums hat das Unternehmen auf dem europäischen Ableger seiner Hausmesse VMworld, der derzeit in Cannes stattfindet, nun eine Reihe von neuen Technologien vorgestellt, die den Einsatz von virtuellen Desktops weiter vereinfachen sollen. So demonstrierte Firmenchefin Diane Greene in ihrer Eröffnungskeynote eine Art "Offline-Modus" für virtuelle Maschinen (VM).

Checkout

Mit einer "Checkout"-Option wird der aktuelle Stand der virtuellen Maschine lokal abgespeichert. Anschließend kann auch ohne Netzanbindung - und somit der Verbindung zum Server, auf dem sich sonst die Desktop-Images befinden - normal weitergearbeitet werden. Etwas das gerade für Business-KundInnen, die oft im Flugzeug unterwegs sind, essentiell ist. Bei der nächsten Verbindung mit dem Netz wird der lokale Zustand dann erneut auf den Server zurückgespielt.

Verhältnisse

Eine weitere Neuerung ist die "Scalable Virtual Image Technology", über die sich vor allem AdministratorInnen freuen dürften: Dabei können mehrere virtuelle Images als "Tochter" eines Master-Images definiert werden.

Linked

Werden nun etwa Softwareupdates oder auch neue Programme in den Master eingespielt, werden die anderen Images automatisch mitaktualisiert. Um dies zu ermöglichen setzt man auf "Linked Clones", wie sie etwa lokal schon jetzt mit der VMware Workstation erstellt werden könne. Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes: Linked Clones helfen erheblich Plattenplatz zu sparen, indem sie nur die Änderungen im Vergleich zum Master abspeichern, anstatt für jeden Arbeitsplatz eine vollständige VM anzulegen. Auf diese Weise könnten bis zu 90 Prozent an Plattenplatz gespart werden, so Jerry Chen, Senior Director des Enterprise Desktop-Bereichs bei VMware.

Anwendung

Zu guter Letzt sieht man noch einiges Potential im Bereich der Anwendungs-Virtualisierung. So demonstrierte Greene denn auch, wie einfach dies den Einsatz von speziell angepassten Applikationen macht: Ein Doppelklick auf eine Datei auf einem USB-Stick startet die in einer VM befindliche Anwendung - fix fertig und mit allen andernorts vorgenommenen Konfigurationen. Dabei setzt man auf Thininstall, eine Lösung, die man vor kurzem übernommen hat.

Preview

Thininstall ist derzeit auch die einzige der drei neuen Technologien, die schon bald erhältlich sein wird, eine Beta soll bereits in den nächsten Wochen erscheinen. Die anderen zwei Ansätze bezeichnet man bewusst noch als "Tech Preview", für die man keinen Zeitrahmen festlegen will. (Andreas Proschofsky aus Cannes)

  • VMware-Chefin Diane Greene ließ es sich nicht nehmen die Tech-Demos in ihrer Keynote selbst durchzuführen
    foto: andreas proschofsky

    VMware-Chefin Diane Greene ließ es sich nicht nehmen die Tech-Demos in ihrer Keynote selbst durchzuführen

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