Steuerskandal bewirkt Linksruck

24. Februar 2008, 16:51
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SPD profitiert von Affäre um Steuerhinterziehungen - Im Osten Deutschlands überrundet die Linke SPD und CDU deutlich

Berlin - Die Linkspartei in Deutschland profitiert von dem Skandal um Steuerhinterziehungen deutscher Unternehmer. In den neuen Bundesländern hat die Linke nun CDU und SPD überholt und ist laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Allensbach-Instituts mit knapp 30 Prozent zur stärksten Partei geworden. Bei den Wahlen in Hamburg am Sonntag wird der Linkspartei ein zweistelliges Ergebnis vorausgesagt.

In Hessen halten sich Spekulationen, dass sich die Landesvorsitzende der SPD, Andrea Ypsilanti, mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lässt. Ypsilanti würde dann mit einem rot-grünen Minderheitskabinett mehrere Monate regieren und dann Neuwahlen ausrufen. SPD-Chef Kurt Beck habe den Plan gebilligt.

SPD profitiert

Laut einer wöchentlichen Umfrage des Magazins "stern" und des Fernsehsenders RTL profitiert die SPD von der Affäre um Steuerhinterziehungen. Die Sozialdemokraten haben demnach um zwei Punkte auf 29 Prozent zugelegt. Die CDU/CSU (35 Prozent) und FDP (neun Prozent) hätten hingegen je einen Prozentpunkt verloren. In der Forsa-Umfrage liegen Grüne und Linke unverändert bei neun Prozent beziehungsweise 13 Prozent. (DER STANDARD, Printausgabe 21.2.2008, APA/Reuters)

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    Wahlerfolge in der Tasche: Die Linkspartei mit ihrem Kovorsitzenden Lafontaine (li.) und dem Parteichef in Hessen, van Ooyen (Mitte), steigt weiter in den Umfragen. Der Grund ist der Steuerskandal um deutsche Unternehmer.

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