Selbstzerstörung für sensible Laptop-Daten

28. Februar 2008, 11:51
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Automatische Löschung bei Diebstahl dank Positionsverfolgung

Mit BackStopp hat das britische Unternehmen Virtuity ein System entwickelt, das bei gestohlenen Laptops für die Selbstzerstörung sensibler Daten sorgt. Zur Verfolgung der Position eines Geräts und der Übertragung des Löschbefehls werden diverse drahtlose Verbindungstechnologien verwendet. Die Datenlöschung ist laut Virtuity definitiv unwiederbringlich. Im Idealfall kann das System auch Fotos des Laptop-Diebs sammeln.

"Für breite Kommunikation nutzen wir GSM"

Zur Positionsüberwachung gesicherter Laptops kommen verschiedene drahtlose Kommunikationstechnologien zum Einsatz. "Für breite Kommunikation nutzen wir GSM", gibt Dean Bates, CTO bei Virtuity, auf Anfrage von pressetext an. Auch Internet- und WiFi-Verbindungen können genutzt werden. "Für Innenräume können wir auch RFID nutzen", betont Bates eine weitere Möglichkeit. Diese sei optional, doch zeigten Firmen großes Interesse. Durch RFID können auch ausgeschaltete Geräte, die etwa ein Gebäude oder gewisse Gebäudebereiche nicht verlassen dürfen, verfolgt werden.

"Es gibt eine Web-Konsole, um Ausnahmen zu den Positions-Regeln zu machen"

Verlässt ein Laptop einen zuvor definierten erlaubten Aufenthaltsbereich, wird das im BackStopp-Kontrollzentrum registriert und umgehend ein Signal übermittelt, dass die Selbstzerstörung der Daten auslöst. Das gleiche gilt, falls der Besitzer eines Geräts einen Diebstahl meldet, unabhängig von der Position des Geräts. Falls ein Laptop einmal etwa für eine Geschäftsreise seinen Standard-Bereich verlassen soll, kann das leicht ermöglicht werden. "Es gibt eine Web-Konsole, um Ausnahmen zu den Positions-Regeln zu machen", erklärt Bates.

Standard

Die Selbstzerstörung der Daten erfolgt nach vom US Department of Defence definierten Standards und soll eine unwiederbringliche Löschung garantieren. Welche Daten gelöscht werden, wird im Kontrollzentrum aufgezeichnet. Auch versucht BackStopp eine vorhandene Webcam zu nutzen, um Fotos zur Identifizierung des Diebes zu schießen. Andere Informationen über den Dieb versucht BackStopp allerdings nicht zu sammeln. Jedenfalls soll das System für Diebe komplett unsichtbar operieren und unbemerkt bleiben.

Das speziell auf Business-Kunden und Regierungsorganisationen ausgelegte BackStopp-Service kostet auf zehn Pfund pro Gerät und Jahr. Es soll andere Sicherungen ergänzen, speziell sollten wichtige Daten weiterhin verschlüsselt werden, betont Virtuity. Das System ist neben Laptops auch für Desktop-Systeme geeignet. Ob es in Zukunft auch für kleinere mobile Geräte wie PDAs und Smartphones umgesetzt wird, will Virtuity derzeit nicht kommentieren.

Xtool

In den USA gibt es ähnliche Services etwa von Xtool. Die Tracker-Komponente der Xtool-Lösung versucht, über Fotos hinaus umfangreichere Informationen über Laptop-Diebe zu sammeln und so eine Wiederbeschaffung des Geräts zu erleichtern. Die Business-Lösung XTool Pro kommt mit 70 Dollar pro Jahr aber auch deutlich teurer als BackStopp.(pte)

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