Gelegentlich kann man sich da täuschen, wie die schöne Anekdote über den österreichischen Politiker Heinrich Graf Clam-Matinic illustriert, der seinerzeit auf die Aussichten einer Revolution in Russland lachend antwortete: „Wer soll die denn machen? Vielleicht der Herr Bronstein aus dem Café Central?“ Der Herr Bronstein hat sie, unter seinem „nom de guerre“ Leo Trotzki, dann tatsächlich gemacht.
Al-Kaida zum Lachen
In aller Regel fährt man aber bestens, wenn man sich an das Klischee hält. Der linke Siebzigerjahre-Terrorismus brachte es hier nur zu einer Klamauk-Guerilla, deren Heldentaten sich in der Entführung eines Strumpffabrikanten erschöpften, und auch die örtliche Al-Kaida ist zum Lachen.
Ein Zeitdokument ersten Ranges findet sich im dieswöchigen profil, eine wahre Pretiose österreichischer Nationalkultur: der Brief der österreichischen Al-Kaida-Unterstützer an die Justizministerin. Man erinnert sich noch, mit wie viel Trara im September die Propagandazelle der „Global Islamic Media Front“ ausgehoben wurde. Jetzt liest man im Brief des mutmaßlichen Chefagitators Mohamed Mahmoud und seiner mitinhaftierten Ehefrau:
„Wir sind eine Jungfamilie und Österreichs Politik stand immer für Familienförderung. Sogar wenn wir Terroristen bzw. Verbrecher sind, so denken wir, dass man daran arbeiten sollte, uns in die Gesellschaft wieder zu integrieren und uns ein anderes Leben zu ermöglichen. Österreich war immer ein Vorbild in verschiedenen Bereich, wie z.B. Ihr Sozialsystem, also lassen Sie auch Österreich für die Behandlung von Terror Probleme bzw. Sicherheitsprobleme ein Vorbild sein (...) Sie sind unsere einzige Hoffnung.“
Man muss das nur mit den markigen Sprüchen vergleichen, mit denen die Djihadisten anderswo auftrumpfen: „Ihr liebt das Leben aber wir lieben den Tod.“ In Österreich lieben sogar die Vorstadt-Djihadisten das Leben. Und die Familienförderung. Und setzen ihre Hoffnung statt auf den Wahl-Afghanen bin Laden auf die Oberösterreicherin Maria Berger.
Es ist ein gutes Land. (DER STANDARD, Printausgabe, 19.2.2008)
FS-Misik
Der wöchentliche Videocast auf derStandard.at: Robert Misik kommentiert aktuelle innen-, außen-, gesellschafts- und kulturpolitische Fragen
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irgendwie wirken sie lächerlich, putzig, harmlos. wir unsere soldaten im tschad.
hab vor kurzem einen bericht gesehen, in dem der raum gezeigt wurde in dem sie sich nach ausbruch der rebellenangriffe "verstecken" mussten.
das hatte dermaßen groteske züge, dass ich umschalten musste und ich bin kein militarist.
trotzdem, wenn einer dieser soldaten einen menschen tötet, oder einer dieser terroristen einen menschen tötet, dann geht es bitte nicht darum ob diese typen ernst zu nehmen sind, oder nicht, sondern es geht darum
das ein mensch aufgehört hat zu atmen, sein leben geraubt wurde, er wurde ausgelöscht, aus vorbei unwiderruflich.
es ist nicht harmlos, es ist ein unumkehrbares ende. und aus.
Nachdem der Standard meine Posting zensuriert in denen ich die Terroranschläge in Österreich aufgelistet habe, hier ein link
http://de.wikipedia.org/wiki/Terr... 6sterreich
dass in den letzten Monaten hier die Zensur die Foren recht konsequent links-gleichschaltet? Entweder kommt das Posting eines Dissidenten gar nicht, oder - wenn es durchschlüpft und auf Interesse stößt - bekommt man keine Chance auf ein Kontra, wenn einen die Konformen massenweise verarschen.
Wenn die Mahmouds und Arigonas dieses Landes die gefährlichsten Staatsfeinde darstellen fühle ich mich sicher. Solange bis wieder Wahlkampf ist und ein paar gehirnamputierte Volksverhetzer am Viktor Adler Markt die Apokalypse in Gestalt von Minaretten herbeireden.
Dezember 1975 Wien, OPEC-Geiselnahme, 3 Tote
1. Mai 1981, Mordanschlag auf Wiener Stadtrat Heinz Nittel, 1 Toter
August 1982, Terroranschlag auf die Synagoge in der Seitenstettengasse, 2 Tote, 2 Verletzte
27. Dezember 1985 Wien, Terroranschlag am Flughafen Wien-Schwechat, 4 Tote
Ich werde mit Ihnen bestimmt keine Diskussion über diverse Begrifflichkeiten anfangen. Sehen Sie die einzelnen Anschläge wie Sie wollen. Zu behaupten dass es keinen Terror in Österreich gegeben hat, ist allerdings falsch.
Wenn Sie allerdings der Meinung sind die von mir genannten Anschläge sind vollkommen unabhängig von der Tatsache dass diese von Moslems verübt wurden, liegen Sie meiner Meinung nach falsch.
des tatsächlich kaum vorhanden war.
Es ging nie um Terrorimporte.
Und ja, natürlich spielte der islamische Hintergrund eine gewisse Rolle. Aber eben wohl weniger, als der protestantische Hintergrund der RAF.
http://www.dradio.de/dkultur/s... en/699653/
deshalb waren sie so extrem, nicht wegen ihrer arabischen Herkunft. Die haben alle nie in Österreich gelebt.
Aber Sie wollen ja jede Untat, die jemals ein Araber begangen hat, den Islamisten in die Schuhe schieben.
http://www.dailymail.co.uk/pages/liv... ge_id=1770
Unfassbar.
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