Pattsituation um GVO-Zulassungen

Redaktion, 02. April 2008 13:47

Europas Agrarminister können sich bei der umstrittenen Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht einigen

Brüssel - Die europäischen Agrarminister konnten sich über die Zulassung weiterer gentechnisch veränderten Pflanzen wie erwartet nicht einigen. Bei der Abstimmung im Agrarministerrat in Brüssel kam es am Montagnachmittag zu keiner qualifizierten Mehrheit für oder gegen die Zulassung von vier Mais-Sorten und einer Genkartoffel. Österreich, vertreten durch Landwirtschaftsminister Josef Pröll (ÖVP), stimmte wie gewohnt dagegen.

Deutschland, das sein Stimmverhalten bis zuletzt offen gelassen hatte, erteilte den Erdäpfeln eine Absage - bei der Zulassung der Genmaissorgen enthielt sich der deutsche Minister. Die Angelegenheit wandert nun wieder zur EU-Kommission, die aber wegen eines internen Streits über den Umgang mit Gen-Produkten seit Monaten keine Zulassungsentscheidungen gefällt hat.

Bei den neuen Zulassungen, die nicht für den Anbau gelten, handelt es sich um drei Hybrid-Maissorten des US-Konzerns Monsanto, GA21 des Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta sowie die Abfälle einer besonders stärkehaltigen Kartoffel. Für diese Genkartoffel "Amflora" hat BASF auch eine Zulassung zum Anbau beantragt, die aber ebenfalls noch bei der EU-Kommission liegt. (APA)

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