der schönste Tag der Woche: Eine mögliche Wurstkatastrophe

15. Februar 2008, 15:41
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Erfreulich, dass selbst in Zeiten wie diesen die guten Nachrichten (GN) nicht abreißen

GN Nr. 1: Trotz einer möglichen Wurstkatastrophe, die uns wegen fehlender Rinderdärme im Vorfeld der Fußball-EM droht, hat ein Metzger in Inzersdorf eine 37 Meter lange und 121 kg schwere Blunze produziert und sich damit einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde gesichert. Er steht damit gleich neben dem Texaner Jackie Bibby, der 45 Minuten mit 87 Klapperschlangen in einer durchsichtigen Badewanne verbracht hat. Wir gratulieren herzlich.

GN Nr. 2: Die Uni Wien wird künftig unserem Fußballnationalteam unter die Arme bzw. Füße greifen. Unter dem Motto "Wissenschaft will Hicke siegen lehren" werden ab sofort verschiedene Institute "unsere Gegner analysieren und der ÖFB-Elf helfen". Leider wurde nicht gesagt, um welche Fachrichtungen es sich dabei handelt. Gut, das Institut für Gravitationsphysik könnte bei der Berechnung von Flugbahnen bei Frei- oder Eckstößen behilflich sein, aber ob das unsere Kicker wirklich weiterbringt, darf bezweifelt werden. Vielleicht sollte man ja mit dem Institut für Praktische Theologie zusammenarbeiten und bei dieser Gelegenheit den deklarierten Fußballfan Erzbischof Kardinal Schönborn bitten, bei unserem Team eine Beinsegnung (keine Einsegnung, Gott bewahre!) vorzunehmen. Und wenn es nichts nützt, dann trösten wir uns mit dem legendären Rapidler Gerhard Hanappi, von dem die weisen Worte stammen: "Ein Fußballer ist auch nur ein Mensch."

Auf diese Erkenntnis und aus Anlass von Hanappis 79. Geburtstag am 16. Februar könnte man sogar das eine oder andere Glas trinken. Man muss ja nicht gleich eine Blunze dazu essen oder sich mit Klapperschlangen in eine Badewanne legen. Zum Stichwort Badewanne fällt mir ein, dass ein Wirt im Bayerischen Böhmerwald (BB) kürzlich ein Hotel namens BBBBB eröffnet hat, was für "Bernhards Bayerisches Bier Bottich Bad" steht. Im Vergleich dazu brachte es Bertolt Brecht (BB), der ja ebenfalls aus Bayern stammte, mit "Bertolt Brechts Bunter Bühne" nur auf schwache vier B. Dafür durfte man in Brechts Theater rauchen, was in BBBBB natürlich strengstens verboten ist und weshalb z. B. Fidel Castro diese Einrichtung nie besuchen würde, womit wir bei der GN Nr. 3 gelandet wären, nämlich, dass Castro vor exakt 49 Jahren Regierungschef von Kuba wurde. Die allerbeste Nachricht habe ich mir aber für den Schluss aufgehoben: Genetische Analysen haben eindeutig bewiesen, dass die Abstammungslinien aller heute lebender Menschen auf eine einzige Afrikanerin zurückgeführt werden können, die vor ca. 150.000 Jahren gelebt hat. Platters und Straches Urmutter eine Afrikanerin? Selten so gelacht. (Kurt Palm, ALBUM/DER STANDARD, 16./17.02.2008)

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    foto: michaela mandl
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