Bilder über Bilder

22. Februar 2008, 13:00
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Lisl Ponger Foto- Und Film-Ausstellung "Imago Mundi" ist noch bis Sonntag in der Landesgalerie Linz präsent

Mit ihren fotografischen und filmischen Arbeiten ist Lisl Ponger noch bis Sonntag in der Landesgalerie Linz präsent, bevor die Ausstellung "Imago Mundi" nach Dresden wechselt. Sich ein Bild von der Welt zu imaginieren, die Bilder der Welt dazu gleichsam verwendend, das gelingt Ponger präzise und detailverliebt. Und so verleitet diese Werkschau auch zur genauen Betrachtung, zum Ergründen der zahlreichen Andeutungen und Hinweise, die sich zu immer neuen Konnotationen formen.

Nicht umsonst empfängt den Besucher zuallererst eine lange Vitrine mit Materialien zu den ausgestellten Werken. Schon hier ergeben sich Gruppierungen, weisen Zeitungsausschnitte, Werbeanzeigen, kunsthistorische Bücher sowie allerlei Devotionalien und Souvenirs den Weg ins Werk, das in erster Linie die kapitalistische Ungleichheit der Welt bespricht. In ironischen Selbstporträts, als Safari-Touristin etwa, kommt dies ebenso zu tragen wie in den inszenierten Stillleben. Dabei vermag Ponger kosmopolitische Zusammenhänge in eindringliche Bilder zu fassen, die aber - ikonografisch - auch Leerstellen in sich tragen. (wos / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.2.2008)

Oberösterreichische Landesgalerie Linz, (0732) 77 44 82, bis 17. 2. 10-17.00
  • Lisl Ponger: Selbstporträt "Gone Native" (2000)
    foto: ponger

    Lisl Ponger: Selbstporträt "Gone Native" (2000)

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