DiTech spannt Filialnetz über Österreich

24. Februar 2008, 18:22
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Der österreichische Computerfachmarkt DiTech hat 2007 seinen Umsatz um 67 Prozent auf rund 53 Mio. Euro erhöht. Mit PCs der Eigenmarke Dimotion und weiteren Standorten soll die Expansion fortgesetzt werden.

Ein bisschen erinnert die Entwicklung von Damian Izdebskis und Alexsandra Izdebskas Unternehmen an die Garagenstorys mancher US-Firmen, die ganz klein angefangen haben und mittlerweile zu den Großen ihrer Branche gehören. Die Izdebskis haben zwar nicht in einer Garage begonnen, dafür in einem 60 m2 großen Laden, den der damals 23-jährige gelernte IT-Techniker mit seiner Frau vor acht Jahren im 20. Wiener Bezirk eröffnete.

Markt

Heute präsentiert sich der Computerfachmarktbetreiber DiTech auf 3000 m2 in der Dresdner Straße und weiteren vier Fachmärkten in Wien, SCS/Vösendorf, Graz und Klagenfurt und in einem Online-Shop. Im September des Vorjahres kam im 23. Bezirk eine Produktions- und Lagerhalle dazu. Die DiTech-Tochterfirma Dimotion stellt hier PCs und Notebooks der gleichnamigen Eigenmarke her.

Umfang

DiTech beschäftigt mittlerweile 140 Mitarbeiter österreichweit, darunter elf Lehrlinge. Knapp 53 Mio. Euro wurden im Vorjahr mit dem Verkauf von Rechnern, Computerzubehör und IT-Dienstleistungen umgesetzt, ein Plus von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn sei dabei noch mehr gestiegen als der Umsatz, verrät Damian Izdebski im Standard-Gespräch, und soll heuer in die weitere Expansion gesteckt werden. "Ich wünsche mir eine Milliarde Schilling Umsatz", sagt der Firmengründer, und lacht. Mit 72 Mio. Euro sei er aber auch sehr zufrieden.

Standort

Ende dieser Woche öffnet ein weiterer DiTech-Markt in Graz, Mitte Mai in Innsbruck; Salzburg und Linz sollen noch heuer als neue Standorte hinzukommen. 30 neue Mitarbeiter sollen heuer eingestellt werden.

Computerfachmärkte gibt es in Österreich einige. Auch Unternehmen, die hierzulande Computer aus Bauteilen fertigen, hat der Markt schon viele kommen - und gehen gesehen. Izdebski führt den wachsenden Erfolg seines Unternehmens auf die "richtige Mischung" zurück - aus Online-Angebot, Retailverkauf, Eigenfertigung und vor allem "eine große Portion an Kundenberatung und Service".

Logistik

Zu Letzterem gehört für ihn neben gut geschultem Personal, einer funktionierenden Reklamationsabteilung auch ein ausgefeiltes Logistiksystem. "Wir haben unter anderem eine eigene Zustellflotte für Wien und Umgebung", berichtet er. Vom Zentrallager in Wien wurden im Vorjahr allein 58.000 Pakete mit online bestellter Ware in ganz Österreich versandt. Der Anteil des Onlinehandels am Gesamtumsatz beziffert der Unternehmer auf rund 21 Mio. Euro im Vorjahr. Seit kurzem gibt es auch einen Webshop für Deutschland.

Gruppen

Einer der größten Produktgruppen im Portfolio sind PCs und Notebooks. Mit der Eigenmarke Dimotion hält DiTech laut GfK-Zahlen einen Anteil von sieben Prozent im österreichischen Markt. 20 Prozent der verkauften Rechner (bei den Stückzahlen lässt sich Izdebski nicht in die Karten schauen) sind "PC nach Wunsch", d. h., es werden genau jene Komponenten (von Prozessoren über Grafikkarten bis hin zu leisen Ventilatoren) eingebaut, die den Kunden-Bedürfnissen entsprechen.

Bastler

"Bastler" gehören auch zur Klientel. Doch diese hätten mit den Bastlern von früher nicht mehr viel zu tun. "Um heute einen Rechner zusammenzuschrauben, braucht es ganz schön fundierte Kenntnisse der Materie", warnt Izdebski vor möglichen Frustrationen. (Karin Tzschentke / DER STANDARD Printausgabe, 14.02.08)

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    grafik: hersteller
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