Deutschlands jüngster BWL-Professor ist ein Wiener

25. Februar 2008, 13:32
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27-Jähriger mit eigenem Lehrstuhl

Paderborn - Es ist schon des öfteren vorgekommen, dass man Georg Schneider an der Uni Paderborn für einen Studenten gehalten hat. Für einen sehr ordentlichen, denn der 27-Jährige trägt fast immer Anzug und Krawatte. Schließlich ist der Ordinarius ist jünger als so manche seiner Diplomanden. Seine Sekretärin am Institut für Betriebswirtschaftslehre ist genau doppelt so alt wie er.

Nach der Matura absolvierte der Wiener an der Uni seiner Heimatstadt ein Blitzstudium der Mathematik: Mit 21 war er Magister, und ein Jahr später hatte er den ersten Doktortitel in der Tasche - sub auspiciis praesidentis natürlich, wie es sich für einen echten Überflieger gehört. Doch damit nicht genug: Nach der Dissertation im Bereich der komplexen Analysis schrieb er eine zweite Dissertation, diesmal im Bereich BWL und halb an der Uni Wien, halb an der Uni Stanford in Kalifornien.

2006 folgte dann die zweite Promotion unter Beisein des Bundespräsidenten. Ein gutes Jahr später winkte dann die erste Vertretungsprofessur an der Uni Paderborn. Und wieder ein Semester später erhielt er ebenda seinen ersten eigenen Lehrstuhl. Wie gesagt: mit 27. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 14.2.20089)

  • Georg Schneider, 27, Doppeldoktor und BWL-Ordinarius an der Uni Paderborn.
    foto: uni wien

    Georg Schneider, 27, Doppeldoktor und BWL-Ordinarius an der Uni Paderborn.

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