Finnische Forscher setzten Haut von Freiwilligen längere Zeit der Strahlung aus - Ob Veränderung gesundheitsschädlich ist, bleibt unklar
Helsinki - Finnische Wissenschafter konnten bei einer Studie mit Freiwilligen nachweisen, dass die Strahlung von Mobiltelefonen eine unmittelbare Veränderung von menschlichen Hautzellen bewirkt. Die Behörde für Strahlungs- und Reaktorsicherheit erklärte am Dienstag, die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Veränderungen seien allerdings unklar.
Forscher der Behörde setzten Haut am Unterarm von zehn
weiblichen freiwilligen Versuchspersonen eine Stunde lang der Strahlung von
Mobiltelefonen aus. Biopsien danach hätten gezeigt, dass es zu
Veränderungen an den Proteinen innerhalb der Zellen gekommen sei, hieß es in der Studie. Von insgesamt 580 untersuchten Proteinen seien acht entdeckt worden, die sich verändert hätten. Bei Gewebeproben von der Strahlung nicht ausgesetzten Stellen seien diese Veränderungen nicht nachgewiesen worden.
"Es zeigte sich, dass Strahlung von Mobiltelefonen einen geringen aber nachweisbaren biologischen Effekt hat," erklärte Dariusz Leszczynski, einer der an der Untersuchung beteiligten Wissenschafter.
Keine Hinweise auf Gesundheitsgefahr
Leszczynski meinte, man habe jedoch keine durch diese Effekte verursachte Gesundheitsgefährdung feststellen können; dies sei auch nicht Ziel der Studie gewesen. Man habe lediglich herausfinden wollen, ob die
Haut auf die Strahlung reagiere. Die Behörde kündigte eine weiter
gefasste Studie mit 50 bis 100 TeilnehmerInnen für das kommende Jahr an. (APA/red)