Schweres Erdbeben in Mexiko: 6,4 auf Richter-Skala

15. Februar 2008, 16:21
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Betroffen ist Region um Oaxaca - Noch keine Informationen über Schäden oder mögliche Opfer - mit Grafik

Tuxtla Gutierrez - Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat am Dienstag in Teilen Mexikos die Strom- und Telefonverbindungen zusammenbrechen lassen. Angaben über Verletzte lagen den Behörden zufolge zunächst nicht vor. Wie die US-Erdbebenwarte mitteilte, ereignete sich das Beben in der Früh (Ortszeit).

Das Epizentrum lag demnach in 116 Kilometern Tiefe 60 Kilometer nordwestlich der Stadt Tonala in der südlichen Provinz Chiapas. Betroffen waren zudem die Bundesstaaten Oaxaca, Tabasco und Puebla. Die Erschütterung war bis in die Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren.

Strom- und Mobilnetze unterbrochen

Nach lokalen Rundfunkberichten fiel in Chiapas, Tabasco und Puebla die Stromversorgung aus, auch die Mobilfunkdienste kamen zum Erliegen. An den Schulen in Chiapas wurde der Unterricht nach dem Erdbeben abgesagt. Besonders stark zu spüren war der Erdstoß in der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutierrez, ganze Teile der Stadt waren nach Angaben eines Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten. Die mexikanische Erdbebenwarte setzte die Stärke des Bebens sogar bei 6,6 auf der Richterskala an.

In Mexiko-Stadt war die Erschütterung nach Angaben des Katastrophenschutzes besonders in Hochhäusern spürbar. Einige wurden demnach vorsorglich geräumt. Ansonsten war die Lage in der Hauptstadt offenbar ruhig: Die Fernsehnachrichten übertrugen Bilder vom normal fließenden Straßenverkehr.

In Mexiko gibt es regelmäßig schwere Erdbeben. Im vergangenen September wurde die westmexikanische Küstenregion Sinaloa von einem Beben der Stärke 6,3 erschüttert, damals kam niemand zu Schaden. Im April ereigneten sich in Mexiko-Stadt zwei Beben der Stärken 6,2 und 6,3. Der verheerendste Erdstoß liegt mehr als zwanzig Jahre zurück: Im September 1985 starben in der Hauptstadt bei einem Beben der Stärke 8,1 auf der Richterskala 35.000 Menschen. (APA/AFP)

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