Blackberry bringt gratis Mail-Server für den Privatgebrauch

21. Februar 2008, 10:14
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Anwendung läuft am PC und unterstützt bis zu fünf E-Mail-Konten - Unite ermöglicht kostenlosen Blackberry-Service

Das für seinen mobilen E-Mail-Dienst bekannte Unternehmen Research in Motion hat auf dem Mobile World Congress mit "Unite" eine Consumer-Variante seines Blackberry-Servers vorgestellt. Damit versucht das Unternehmen nach erfolgreicher Etablierung von mobilem E-Mail im Enterprise-Segment auch im Bereich der Privatkunden Fuß zu fassen. Unite werde kostenlos sein und kann auf dem Privatrechner des Kunden installiert werden. Der Service ermöglicht dem User mobil auf E-Mails, Videos, Musikdateien oder Fotos zuzugreifen.

Direkt vom Provider

Während die Unternehmenslösungen von RIM eine direkte Anbindung an den Mail-Server benötigen, holt sich Unite die neuen Nachrichten direkt beim jeweiligen Provider ab und leitet sie dann auf den Blackberry weiter. Dadurch soll der Dienst laut Dean Pacey, Vice President bei Blackberry, auch für kleine Unternehmen ohne eigenen Mail-Server interessant werden. Die kostenlose Blackberry-Variante erlaubt dabei die Verwaltung von bis zu fünf E-Mail-Konten. Diesen stehen dann sämtliche Blackberry-Funktionen von Push-E-Mail über Kalenderabgleich bis Instant Messaging zur Verfügung.

24/7

Wermutstropfen des kostenlosen E-Mail-Servers für die mobile Nutzung ist jedoch, dass der Rechner zuhause rund um die Uhr laufen muss. In Zeiten von Green IT und vorherrschendem Energiespargedanken könnte das manchem umweltbewussten Konsumenten die Freude an der mobilen Erreichbarkeit versauern. Pacey wies Journalisten in Barcelona jedoch darauf hin, dass moderne Computer mittlerweile deutlich stromsparender arbeiten würden. Unite soll noch im Laufe dieses Jahres verfügbar sein. Nach der Einführung in Kooperation mit Telefonica soll der Blackberry-Server für Private im Laufe des Jahres auch über Mobilfunkanbieter in Deutschland erhältlich sein. Angaben darüber, mit welchem Betreiber RIM dabei kooperieren werde, machte das Unternehmen nicht. (pte)

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