Willkommen im Land des Cyberwars

Redaktion, 12. März 2008 10:17
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    us air force

    "Es ist das gesamte elektromagnetische Spektrum"

USA: "Sagt der Nation, das Zeitalter des Cyberwars ist angebrochen" - Wired: Kann die Zivilbevölkerung überhaupt geschützt werden?

"Sagt der Nation, das Zeitalter des Cyberwars ist angebrochen", hämmerte Michael Wynne, seines Zeichens Staatssekretär der US Air Force, in einer wegbereitenden Rede 2005. Die Air Force würde künftig "in der Luft, im All und im Cyberspace" kämpfen.

Und dann, spätestens als im Frühling 2007 russische Hacker für eine Reihe von Denial-of-service-Attacken auf estnische Websites verantwortlich gemacht wurden, äußerte auch der amtierende US-Präsident George W. Bush seine Sorge, die USA könnte der gleichen Gefahr gegenüberstehen. Schlimmer noch, der National Intelligence Direktor Michael McConnel meinte kürzlich, eine gezielte Attacke gegen eine einzige US-Bank könnte verheerendere wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen, als der 11. September.

Die Angst ist groß. Aus der CIA hieß es, eine Übersee-Attacke hätte für Stromausfälle in zahlreichen Städten gesorgt. Manche im Militär glauben gar, chinesische Cyberspione hätten bereits einige "nicht klassifizierte" Computer des Pentagons infiltriert.

Der Weg zum Cyber-Schild

Im September des vergangenen Jahres wurde es dann offiziell: Die USA bekommt ein eigenes "Cyber Kommando". Das insgesamt zehnte in der Geschichte der Air Force. "Unsere Mission ist es den Cyberspace zu kontrollieren, zur Verteidigung und für den Angriff", betont der Drei-Sterne-General Robert Elder im Gespräch mit dem Wired Magazine. Unter einem einheitlichen Kommando wäre man nun agiler, könne rascher reagieren. Die zwei Milliarden Dollar für das erste Jahr könnten besser verwaltet, gezielter eingesetzt werden.

Geht's der Wirtschaft gut...

Um den Gründungsort der geplanten, neuen, angriffssischeren Hauptzentrale streiten sich zurzeit 15 Vertreter von US-Militärortschaften. Man erhofft sich durch die Ansiedelung der Zentrale Arbeitsplätze und einen wirtschaftlichen Aufschwung. Doch das dezentral geführte Kommando könnte für weniger Aufwind sorgen als erhofft, heißt es seitens der Militärs. Zum Einen würden für das neue Kommando Kosteneinsparungen durchgeführt und insgesamt 40.000 Posten bis 2011 gestrichen. Zum Anderen würde diese Cybereinheit aus "Geek-Kriegern" nicht dasselbe weite Ökosystem um sich spannen können, wie klassische Kommandos, die lokale Produktionsstätten anzapfen. In Summe werden nach einem Artikel der Network World etwa 5.000 bis 10.000 Menschen dem Kommando unterstellt. Offiziell wurden bislang lediglich 500 bestätigt.

Totale Kontrolle

Es geht um viel. Jeder Mann und jede Frau würde benötigt. "Es ist das gesamte elektromagnetische Spektrum", erklärt Major General William Lord. "Das Internet ist offensichtlich ein Teil davon, aber das inkludiert genauso auch Mobilfunknetze wie hoch-energetische Mikrowellen und Energie-Komponenten". Eines Tages könnte das Cyber Kommando im Stande sein, feindliche Sicherheits- und Radarsysteme zu unterwandern. "Was wäre, wenn wir einen Feind hinters Licht führen könnten, um ihn aufgrund manipulierter Daten agieren zu lassen? Wir sprechen über die Möglichkeit das Verhalten von Gegnern zu ändern, ohne jegliche kinetische Einwirkung", so Lord.

Überhaupt keine Kontrolle

Wie sehr man allerdings in der Lage wäre Zivilisten vor Cyberattacken zu beschützen, ist fraglich. Die NSA schützt bereits militärische Netzwerke. Auf zivil geführte Netze, wie das Internet, hätte man laut John Pike, Direktor von GlobalSecurity.org, allerdings wenig Einfluss. Die Aufrüstung dürfte schon eher für einen möglichen Krieg gegen China stattfinden...

Auch Maj. Gen. Lord gesteht, dass man aus eigener Kraft nur wenig zum Schutz der Zivilbevölkerung beitragen könne. Die Sorge über Angriffe auf die Wall Street sei groß. Allerdings sei es auch nicht einfach, die Börse von der Zusammenarbeit zu überzeugen.

Feind in den eigenen Reihen

Eine der größten Gefahren ginge nach dem Crew Commander Scott Hinck von den eigenen Reihen aus. Das eigene Netzwerk ist mit über einer Million Air Force-Usern verbunden. Deshalb ist es für alle per Order und durch die Firewall verboten, Dienste wie Hotmail, Gmail, FaceBook oder MySpace zu nutzen. Das Risiko, Schadsoftware über manipulierte Mails oder Links eingeschleust zu bekommen, sei enorm hoch. "Allein in einer Stunde haben wir acht Attacken abwehren müssen". Weiteres Problem seien die Social-Networks. Zu leicht würden hier Informationen und Details freigegeben. "Wir selbst sind unser schlimmster Feind", so Hinck. (zw)

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mit denkender
18.02.2008 08:37
wer böses denkt...

schon interessant das die nation deren gesamte wirtschaft selbst von krieg und betriebsspionage lebt am meisten panik davor hat dass dieses auch ihnen passiert...

The Alien
 
14.02.2008 15:19
"Wir selber sind unser schlimmster Feind."

Dieser Aussage zu Militärs aber auch der USA ganz allgemein, ja sogar der gesamten Menscheit würde vorbehaltlos zustimmen.

Es handelt sich also wohl um einen Gemeinplatz, keine spezifisch relevante Aussage, oder?

Cup Royal
13.02.2008 14:41
die Frage ist nicht...

..."Bist du paranoid?", die Frage ist "Bist du paranoid genug?" :)

rasket
13.02.2008 09:46

deren Sorgen möchte ich haben...

zimbo
 
13.02.2008 09:10
Hihi, alles vollautomatisch.

Da hats auch einen Stadtteil beim Jahr 2000-Test einer Kläranlage mit Scheixxe überflutet.
Das Land das alles besser weiß und kann, nur weiter so.

MBR
13.02.2008 09:27
wenn hochranige militärs zuviele hackerfilme sehen..

hollywood produktionen versteht sich.
2 milliarden für das erste jahr....

da braucht man natürlich eine spannende story um das zu rechtfertigen

Keyser
13.02.2008 07:57
Und worauf läuft diese Panikmache hinaus?

Noch mehr Gesetze um die Bürger zu schützen, vor möglichen terroristischen Angriffen. Ein Wegbereiter zur weiteren Verschärfung der Überwachung von Bürgern die anders Denken, und frei ihre Meinung äussern. Well Done -

hades
13.02.2008 09:10
das erinnert mich ...

das erinnert mich irgendwie an den film "hackers - im netz des fbi"

hack the planet ;)

TrifterSepp
 
13.02.2008 08:54
Panikmache?

Naja dass die Chinesen einne Flugzeugträger und das Pentagon gehackt haben finde Ich nicht wirklich harmlos. Deshalb verstehe Ich auch, dass sich die USA schützen wollen.

die Welt geht unter!
13.02.2008 09:18

Ah, die Propaganda wirkt. Du hast das also geglaubt?

Rush
13.02.2008 13:32

und sie können das gegenteil beweisen?

error 2.0
13.02.2008 12:15

na sicher... wenns in der zeitung steht oder im fernsehen läuft stimmts auch. ;)

vertraue nur dir selbst und deiner wahrnehmung, niemals autoritäten

Cup Royal
13.02.2008 14:38
naja

woher weißt Du den das deine Wahrnehmung stimmt? Jeder hat einen bestimmten Fokus in seiner Wahrnehmung und filtert dadurch, also was von deiner Realität ist wahr? ich finde skeptisch sein ja schön und gut, aber deine Aussage ist perfekt dafür gemacht sich seine eigene kleine Paralellwelt zu schaffen wo man sich halt genau so wie jeder andere einen Sündenbock sucht. In deinem Fall wären das imho die Autoritäten, die ja alle Lügen...
Bitte fühl dich nicht angegriffen, aber wenn jeder wirklich nur das glauben würde, was er/sie selber erlebt wär das eine sehr ignorante Welt und wär deshalb nicht mehr der Wahrheit treu (siehw eigene Wahrnehmung).

Dormouse
13.02.2008 07:22

Die Air Force würde künftig "in der Luft, im All und im Cyberspace" kämpfen...


ohne Rohstoffe wird die Air Force bald nirgends mehr kämpfen =)

Loomy
13.02.2008 06:11
hm....

"Wir selbst sind unser schlimmster Feind", so Hinck.

....
und wer beschützt uns von den I----, die immer nur glauben richtig gehandelt zu haben.

god shave the queens

Meister Eder
13.02.2008 00:36
Wollt ihr den totalen Krieg!?!!

Warum müssen die bei jeden Problem gleich vom Krieg sprechen.

Dann noch der "mögliche Krieg mit China", Krieg gegen den Iran, Krieg gegen den Terror, ...

Ist doch klar, dass die Amis bei so vielen Feindbildern paranoid werden, und wie wild um sich ballern.

No_lD
13.02.2008 00:51
hm

ich verweise aufs zitat im letzten satz des artikels.
nur der kontext stimmt nicht ganz ;)
die usa sind nicht nur der schlimmste feind ihrer selbst, sondern auch der feind des theoretischen weltfriedens.
dort geht eh schon jeder zweite zum psychiater, spricht doch irgendwie auch für sich selbst, oder nicht?
"die" werden mit ihrer hirnwichserei (sorry, es ist so) noch den besagten dritten weltkrieg auslösen...

No_lD
13.02.2008 00:27
ABER HALLO

der gute hat wohl im drogenrausch ein paar schlechte filme gesehen (neuromancer?) und schnappt nun über...
der grösste feind der usa sind deren eigene hirngespinste, nicht das was "real" von "aussen" kommt. diese aussagen sind der beste beweis dafür.
da werden jetzt auf einmal wieder massenhaft blackhats rekrutiert werden, die gute seite an der sache: kevin mitnick bekommt wieder einen job *lol*

Kolaric
13.02.2008 01:53

Neuromancer kann er momentan nur gelesen haben...
oder er hat dem Hörbuch gelauscht.
In beiden Fällen passt dystopisch besser als "schlecht".

No_lD
13.02.2008 03:29
aight

da hatte mein verstand damals, vor über 10 Jahren, beim lesen des buchs wohl sehr prägende, visuelle vorstellungen entwickelt, dass ich mir heute derart sicher war, dass neuromancer auch verfilmt wurde...

Kolaric
13.02.2008 10:51

Womöglich sind sie ihrer Zeit vorraus !

http://www.imdb.com/title/tt1037220/

No_lD
13.02.2008 13:28
das bin ich tatsächlich

denn ich befinde mich gerade +12h in der zukunft (neuseeland) :)
thx für den imdb link!

Kolaric
13.02.2008 14:36
nice

..dann schicken sie mir doch bitte die morgigen Lotto Zahlen, damit ich auch einmal einen Haka tanzen kann. ;)

Simplicius Simplicissimus
13.02.2008 00:38
Was sind 8 Attacken pro Stunde? ...

... ein Witz!

No_lD
13.02.2008 00:48
also dafür

lohnt es sich nicht mal einen honeypot aufzusetzen, echt!

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