Selten sieht man das Glück so unvermittelt wie im Gesicht von einem Süchtigen, wenn seine Sucht befriedigt wird; bei mir, wenn ich in eine Wurst beiße.
Bei der EURO hoffen nicht nur die Bier- und Pizzaproduzenten auf Lustgewinn durch Absatzsteigerung, auch die Betreiber von Mobilklos erwarten das Geschäft ihres Lebens, was nicht zweideutig gemeint ist. Ebenso Wurstverkäufer und das Sexgewerbe. Bei den Letzteren spießt es sich jedoch, was nichts damit zu tun hat, dass früher Würste nur geschnitten serviert werden durften, damit niemand Pikantes denkt.
Im Rotlichtmilieu hat sich die Hoffnung auf den großen Ertrag, jetzt ist es zweideutig, schon bei der WM als Luftblase erwiesen, registrierte doch die deutsche Polizei 2006 nicht mehr Liebesdienerinnen als sonst (zumindest registrierte). Und im Wurstgeschäft spricht man von Wurstkrise, Wurstpanik und großer Wurstknappheit, weil wegen BSE die brasilianischen Rinderdärme gesperrt und adäquate Ersatzwursthäute noch nicht gefunden sind. Könnte man da nicht die Würste in die ohnehin überflüssigen Verhüterli füllen und als Mutzenbacher-Würstel vertreiben?
Den Geschäftstüchtigen wird schon etwas einfallen, denn das ist ja der EURO Zweck, ein großes Geschäft zu machen. Fußball-Kondome wird es geben, Fußball-Marmelade, rot-weiß-rote Blunzen-Weißwurst-Duette, I-wer-narrisch-Handyklingeltöne, und sogar die Bärenbabys im Zoo werden bald Pogerl, Helge oder Veli heißen.
Wenigstens hat Österreich nun wieder eine hoffnungsfrohe Mannschaft, mit Spielern, die spielen, dass einem Tränen in die Augen steigen, aber vor Glück. Da ist der Rest dann Wurst, die schon von der Form her mehr zum Skifahren passt. Tennis und Golf machen Lust auf Knödel, eine Pizza kommt bei Autorennen gut, während man beim Rugby am besten Honigmelone isst und panierte Zucchiniblüten beim Dart. Aber beim Fußball? Panettone? Guglhupf?
Wurst! Jetzt wo Österreich endlich wieder Fußball spielt, braucht der danach Süchtige keine Ersatzbefriedigung mehr, was wiederum das einschlägige Gewerbe trifft - und das ist gut. (Franzobel; DER STANDARD Printausgabe 12. Februar 2008)
Geboren ist der Ball in Pirmasens - am 22. Februar 1886 - In einer streng katholischen, gutbürgerlichen Familie wuchs er auf
Es war einmal in einem Land der grantigen Zwerge und mieselsüchtigen Riesenherzen...
Es wird nun wirklich Zeit, dass sich die EURO aus ihrer Höhle traut und sich den Menschen zeigt
Ich sage ja nicht, dass ich ruhig schlafe. Im Gegenteil mitten in der Nacht...
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Wie sagte einst der unfassbare Helmut Qualtinger? Simmering gegen Kapfenberg, das ist Brutalität...
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Manchmal drückt die Sprache etwas aus, das es gar nicht gibt. In der Autobiografie des bekannten Fußballkommentators...
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Manchmal denke ich, dass Fußball eine Art Ersatzbefriedigung ist, die vor allem junge Menschen...
Ein Afrikaner hat unlängst gemeint, dass ihm das Leben in Mitteleuropa wie zwischen zwei elektrischen Drähten vorkommt - wehe...
Ich kann mich noch gut an die Enttäuschung meiner Frau erinnern, als sie erstmals einen Vanillerostbraten serviert bekam...
Es begann mit einem geschwollenen Knie. Als gelernter Hypochonder bin ich gleich zur Notfallmedizin, Wartezeit drei Stunden...
Meine Tante Karin trinkt nicht nur, sie ist auch Kettenraucherin. Früher hat sie Rothändle...
Tiere haben sich im Laufe der Evolution enorm entwickelt. Fledermäuse...
In meiner Erinnerung war jener 21. Juni 1978, an dem es zur Transsubstantiation...
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In Österreich etwa hat in den letzten 20 Jahren eine beispiellose Verdeutschung...
Warum weinen Menschen? Woher kommt die vermehrte Augenflüssigkeit bei Traurigkeit? Weil...
Im Zentrum von Buenos Aires gibt es ein unscheinbares Parkstück...
franzobel, bitte schreib eana do amoi a schene gschicht wo vüh fuassboi vurkummt, mit helden die tapfer mit vollem körpereinsatz in der 94. minute noch den siegestreffer vorbereiten/erzielen/verhindern, schönen frauen die die spieler dann unter der dusche erwarten um ihnen blut schweiss und tränen sanft abzurubbeln, ferarriautos, die sie lässig mit goldenem schlüsseln aufsperren und wo sie dann mit einer flasche schampus in der hand die weltmeisterkrone auf dem haupte richtung sonnenuntergang fahren. danke.
. und des nexte moi schreibst daun wieda wiast wüsdt .
...es geht ihm nicht mehr um die "verintellektualisierung" des fussballs mit den mitteln der literatur sondern um die kommerzialisierung der literatur mit den mitteln des fussballs.
schimpfwörter so deftig wie ein bratl, titten so prall wie ein knedl und fussball so schmutzig wie die ried (zitat dokupil) sind dafür die zutaten für die oberösterreichische antwort auf -
ja, was eigentlich? die frage, die keiner gestellt hat- zumindest nicht im sport.
bekommt man keine Pubertät. So was kann man dort nicht kaufen und aussprechen kann's auch keiner, weil so was ist vielleicht unanständig und drum brauchen's das auch nicht.
Da ich aus einem Nachbarort komme, weiß ich das.
Da hatten wir das auch nicht. Die Salzburger haben aber immer damit angegeben und in Vöcklabruck hat einmal wer erzählt, daß er so was schon einmal gesehen hat. Ich glaub der Bürgermeister, weil der kommt viel 'rum (nach Ottnang, Ampfelwang oder nach Buchkirchen) und hat daher auch einen anderen Horizont.
Dixi
Euer (das kann ich leider auch nicht aussprechen).
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