Umgang mit Hinweisen "sonderbar"

12. Februar 2008, 14:01
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Entführungsopfer hätte eine neuerliche Untersuchung Priklopils für "das Natürlichste der Welt" gehalten - ORF-Interview heute abend

Wien - In einem Interview für die Sendung "Thema", das heute um 21.10 Uhr auf ORF2 ausgestrahlt werden wird, erklärt das Entführungsopfer Natascha Kampusch, dass sie mit den neuen Informationen rund um ihre Entführung "erst fertig werden". Der Umgang der Polizei mit den Hinweisen auf den Entführer Wolfgang Priklopil werfe jedenfalls "kein gutes Licht" auf die Polizei.

Die Aussagen Herwig Haidingers würden darauf hindeuten, dass auch von Ministeriumsseite nicht auf eine Verbesserung der Situation hingewirkt wurde. "Vielmehr sollte die Sache unter den Tisch gekehrt werden", so Kampusch.

"Sonderbar"

"Ich dachte, das wäre das Natürlichste der Welt, dass man einfach sucht, mit Spürhunden. Und dass man gerade das dann eben nicht gemacht hat, als man diese Kastenwägen untersucht hat, das ist schon irgendwie sonderbar."

Ob sie eine Amtshaftungsklage einbringen wird, sei noch nicht entschieden, so Kampusch. Nachsatz: "Es geht ja nicht um Geld, sondern es geht um Gerechtigkeit." (red)

  • Natascha Kampusch, fotografiert von Matthias Cremer
    foto: standard/cremer

    Natascha Kampusch, fotografiert von Matthias Cremer

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