Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
STANDARD: Was läuft schief in der Nato?
Jackson: Die Nato ist in einer Übergangsphase mit allen Spannungen, die eine solche Phase begleiten. Sie steckt in einem großen "Out of area"-Einsatz in Afghanistan - wie US- Senator Lindsey Graham hier gesagt hat -, den wir derzeit nicht gewinnen und der lebensbedrohlich für die Allianz ist. Dazu kommt der Druck, den Balkan komplett zu integrieren, und der postsowjetische Raum, der mindestens zwei Kandidaten hervorgebracht hat.
Mehr Truppen in den Süden Afghanistans zu schicken ist nur die eine Debatte über die Aufteilung der Lasten im Bündnis. Die andere, größere, die dahintersteht, geht um die "neue Weltordnung", über die Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy in seiner Rede vor dem US-Kongress gesprochen hat und wo die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik ein gleichberechtigter oder gar größerer Partner der Nato sein wird statt wie bisher ein Stiefkind. Aber das betrifft die Zeit nach dem Vertrag von Lissabon. Die wirkliche Debatte findet nächstes Jahr statt, nicht jetzt. Präsident Bush wird in den letzten sieben, acht Monaten seiner Amtszeit nichts mehr an seinem Verhältnis zu Europa verändern.
STANDARD: Sie sind in John McCains Team als außenpolitischer Berater. Was würde seine Außenpolitik als US-Präsident unterscheiden von der einer Präsidentin Clinton oder einem Präsidenten Obama?
Jackson: McCain hat sehr deutlich Stellung bezogen gegen Folter und die Inhaftierungen durch die CIA. Er war der erste führende Politiker, der Donald Rumsfelds Rücktritt gefordert hatte. Er selbst hat lange militärische Erfahrung, er hat sich früh für Maßnahmen gegen den Klimawandel ausgesprochen, war weitsichtiger als andere beim Thema Einwanderung, er wird nicht aus dem Irak abziehen, bis die Iraker wirklich in der Lage sind zu übernehmen.
Und McCain studiert als Mitglied des Kongresses Europa seit mehr als 20 Jahren. Sehen Sie, Obama hat keine Erfahrung in diesen Angelegenheiten, und Clinton - ihre Themen sind innenpolitisch und maßgeschneidert. Aber alle drei Kandidaten sind Internationalisten, Pro-Europäer, kritisch gegenüber Russland. McCain wegen Moskaus Verhalten bei den Fragen von Abrüstung und Weiterverbreitung von Atomwaffen, Obama vermutlich mehr wegen der Lage der Menschenrechte.
STANDARD: Waren Sie persönlich enttäuscht, als in Georgien im vergangenen November wegen Demonstrationen der Opposition plötzlich der Ausnahmezustand verhängt wurde?
Jackson: Oh, ich war sehr kritisch. Als NGO muss man kritisch sein. Ich verbringe die Hälfte meiner Zeit, Länder im Übergang wie Georgien, die Ukraine, Serbien, Polen zu ermahnen. Georgien ist eine zerbrechliche Demokratie, und eben das ist ein Grund, das Land mitzunehmen ...
STANDARD: In die Nato beim nächsten Gipfel in Bukarest in zwei Monaten?
Jackson: Nicht gleich in die Nato. Die Georgier sollten den Aktionsplan für Mitglieder erhalten, sodass sie eine Schule haben, in der sie lernen können. Die Idee, einen Staat einfach zu isolieren, wie wir es mit Serbien getan haben, bis er jeden möglichen Standard erreicht hat, den wir auch haben, ist falsch. In Serbien haben wir heute mehr Probleme als vorher. Moldau zu isolieren hat gar nichts gebracht. Berg-Karabach ins Kühlfach zu schieben war Unsinn. Lässt man diese Länder in einem Vakuum, gibt man Russland die Chance, sich einzumischen, oder Kriminellen. Das ist gefährlich für sie, es ist gefährlich für uns. (DER STANDARD, Printausgabe, 11.2.2008)
UN: Drogenexport macht zehn Prozent des BIP aus - 90 Prozent des weltweit erhältlichen Opiums kommen aus Afghanistan
Autobomben explodieren vor Immobilie des Bruders von Präsident Karzai
Wenige Tage nach Tötung eines Grenzpolizisten - Pakistanis wollten umstrittene Grenzanlage instandsetzen
Attentat gegen ausländischen Militärkonvoi
Bericht: US-Auslandsgeheimdienst wollte sich Einfluss erkaufen - Geld ging an Warlords und landete eventuell auch bei den Taliban
Bombe an Straße im Süden des Landes explodiert
Kein Hinweis auf Beschuss
Erster gefallener Bundeswehr-Soldat seit fast zwei Jahren - Soldat starb durch Beschuss in der Unruhe-Provinz Baghlan
Die afghanische Regierung sei zudem vom Westen respektlos behandelt worden, sagt Präsident Hamid Karzai
"Insider-Angriff" in westlicher Provinz Farah - Fünf US-Soldaten bei Bombenanschlag getötet
Kontrolle war lange zwischen Kabul und Washington strittig - Übergabe nun vollständig vollzogen
Bei Anschlag auf die Polizei - Serie von Attacken angekündigt
Tote bei Suizidanschlag während Besuchs von US-Verteidigungsminister
Menschenrechtsorganisation macht auf alltägliche Gewalt aufmerksam: "Alltägliche" sexuelle Belästigung
Sprecher der Taliban in Afghanistan dementiert
Insassen laut türkischen Angaben am Leben
Präsidentensprecher: Bevölkerung wird schikaniert
Ausbildung afghanischer Soldaten geplant
Afghanischer Präsident will von US-General Dunford "Erklärungen"
Männer waren von Unbekannten entführt worden
Wurden freigelassen um Beziehungen zu Pakistan zu verbessern
22 Verletzte in Provinz Wardak - Behörden vermuten Taliban hinter Anschlag
Bürgerkrieg, Korruption und die Rückkehr der Taliban - Nach dem NATO-Abzug sind für Afghanistan viele Szenarien denkbar - Die wenigsten davon sind positiv
Vier weitere US-Diplomaten verletzt - Taliban bekennen sich zu Anschlag
Enkel der Queen von Afghanistan-Einsatz zurückgekehrt - 28-Jähriger war rund fünf Monate stationiert
"kritisch gegenüber Russland. McCain wegen Moskaus Verhalten bei den Fragen von Abrüstung und Weiterverbreitung von Atomwaffen,"
ich glaube der lügenbaron bruce jackson ist noch nicht einmal rot geworden als er das sagte.....
das ist die totale verdrehung der realität.....
im klartext: europa möchte endlich auch selbständig angriffskriege führen dürfen, um seine wirtschaftlichen interessen durchzusetzen. auch wenn es die masse der antiamerikaner natürlich nie zugeben wird, denn sie sind nur die steigbügelhalter des europäischen imperialismus, die andauernde propaganda gegen die USA steht im dienst europäischer kapitalinteressen. europa treibt ja schon lange handel mit diktaturen wie iran, warum also nicht auch bomben für europäische profite?
Die Gewinne aus den diversen Kriegen, seien es strategische, politische oder wirtschaftliche Vorteile gehen natürlich zu 100% an die USA.
Oder verkauft der "befreite" Irak sein Öl deswegen wieder in Dollar weil er so großes Interesse an den Abwertungsverlusten hatte?
Ob ich jetzt mit einem Diktator ins Bett gehe und dadurch, Leid prolongiere oder zur abwechslung eine andere Strategie fahre nämlich Sturz von Regimen und mit Nachfolgeregime "handelseins" werde, scheint mir fast schon gleich moralisch.
Ich halte sogar Sturz, wenn gut gemacht, für die bessere Variante.
Wir sehen ja derzeit sehr schön beide Varianten.
Ami-Irak (Sturz)
China-Afrikanische Diktatoren (Beischlafvariante, wird und wurde eh auch von anderen Staaten betrieben, aber grundsätzlich wird hier im an Anseitigkeit leidenden Forum nur mögl. westl. Staaten ob solchen Verhaltens kritisiert.)
Es gäbe dann auch noch die 3 Hauptinteraktionskategorie, paradoxerweise totale Nichteinmischung (ist in heutiger globalen Welt sehr schwer möglich)
"aber grundsätzlich wird hier im an Anseitigkeit leidenden Forum nur mögl. westl. Staaten ob solchen Verhaltens kritisiert"
weil die anderen länder sich zumindest nicht als "die" moralische oberinstanz auf unserer welt aufführen...
und anderen vorwerfen, was sie selbst praktizieren....
die machen einfach ihr ding...
was allerdings nicht weniger verwerflich ist.....
das hat ja auch mit macht des faktischen zu tun.
ein kleines land ist halt weniger glaubwürdig/laut in der durchsetztung ansichten.
die udssr behielt sich z.B noch vor 20 jahren das recht vor für viele hundert mio menschen zu sprechen -> 2.welt. so wie das auch die usa schon seit je her (ab ende 1. weltkrieg) für sich mehr und mehr in anspruch nahm.
außerdem dürfte es glaube ich eher auch ein mentalitätsproblem sein. die chinesen sehen in den nichtchinesen eher "barbaren" mit denen sie eher nichts zu tun haben wollen so lange sie ihr ding, drehen können. so wirklich stellt sich den chinesen eh niemand in den weg.
genau so gibt es große wichtige länder die großen einfluß in der islamischen welt haben.
Das was Sarkozy sollte allen EU Freunden endlich die Augen öffnen. Diese europäische Verteidigungspolitik von der er spricht ist genau jene in die uns unsere Politiker im Rahmen der EU langsam aber sicher unter Abschaffung der Neutralität reinpressen.
Irgendwann werden die EU-hanseln Österreicher wieder in den Krieg schicken, diesmal weltweit.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.