Expedition an die Grenzen

29. Februar 2008, 20:50
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Arte träumt den Traum vom Marsflug - "Erster auf dem Mars" im Rahmen eines Themenabends am Samstag ab 21 Uhr

2030. Die ersten bemannten Expeditionen zum Mars sind unterwegs. Japanische, europäische, amerikanische und russische Astronauten machen sich auf den Weg, eine zweite Expedition kommt aus China. Das Szenario des Fernsehfilms "Erster auf dem Mars", der am Samstag im Rahmen eines Themenabends zur Erforschung des Roten Planeten auf Arte läuft, sei keineswegs unrealistisch, sagt der Weltraumforscher Wolfgang Baumjohann - nennt aber auch zwei Bedingungen: Um die für eine bemannte Marsexpedition geschätzten Kosten von 400 bis 500 Milliarden Euro im Jahr 2030 zur Verfügung zu haben, müssten bis dahin jährlich gut 20 Milliarden in das Projekt fließen.

Da das derzeitige Budget von Europäern, Amerikanern und Japanern aber insgesamt nicht höher sei, dürfte man bis zur Marsreise keine anderen Projekte umsetzen, oder müsste die Mittel deutlich erhöhen. Zweiter Problempunkt: die enorme radioaktive Strahlenbelastung für das Astronautenteam durch immer wieder auftretende Sonnenstürme während der mindestens 250 Tage umfassenden Flugphase zum "Roten Planeten". Wissenschafter Baumjohann vergleicht das mit Tschernobyl.

Der Traum vom Flug zum Mars sei natürlich nur eine konsequente Fortsetzung alter Entdeckergeschichten. "Die Menschheit hat immer davon geträumt, dorthinzukommen, wo sie gerade noch hinkommt." Ob das am Mount Everest oder am Mond war. (Peter Illetschko, DER STANDARD; Printausgabe, 9./10.2.2008)

"Erster auf dem Mars", Samstag, 9. Februar, 21.00 Uhr, Arte
  • In "Erster auf dem Mars" werden erstmals keine Roboter, sondern Menschen zum Roten Planeten geschickt.
    foto: arte

    In "Erster auf dem Mars" werden erstmals keine Roboter, sondern Menschen zum Roten Planeten geschickt.

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