Die erst Mitte 2007 gegründete MIP habe bislang fünf Projekte mit einem Investitionsvolumen von 365 Millionen Euro abgeschlossen und sei bei neun weiteren Projekten kurz vor oder bereits bei der vertieften Prüfung (Due Diligence). An Eigenmitteln seien bisher 100 Mio. Euro investiert, MIP verfüge daher noch über "deutlich mehr als 400" der 560 beim Börsengang erlösten Millionen.
Der Name Meinl sei für MIP nach der Affäre um die ebenfalls von der Meinl Bank emittierten Meinl-European-Land-Zertifikate (MEL) ein Nachteil, räumte Haider ein, eine Namensänderung und ein Ausstieg aus den Marketmaker-Verträgen mit der Meinl Bank werde derzeit aber nicht erwogen. "Das Problem ist, dass der Name beschädigt ist, ob berechtigt oder nicht", erklärte Haider.
Marktteilnehmer kritisieren die Lizenzgebühren für die Verwendung des Namens Meinl und die hohen Marketmaking-Gebühren, die die im Dritten Markt gelistete MIP an die Meinl Bank zahlt. MIP strebe eine rasche Umreihung in den fortlaufenden Handel an, erklärte Grasser.
Die beim Börsengang angekündigte durchschnittliche Verzinsung des investierten Kapitals von 15 Prozent erwartet Haider 2010/11, wenn MIP voll investiert ist und die Kraftwerke am Laufen seien.
Spannend für MIP werde es, "wenn wir in rund eineinhalb Jahren frisches Kapital brauchen, dann kommt die Stunde der Wahrheit", so Haider. Falls sich die Kapitalmärkte und der MIP-Aktienkurs bis dahin nicht erholt hätten, könnte man dann aber auch Beteiligungen verkaufen.
Den MIP-Kurs von derzeit rund 5,5 Euro, bezeichnete Grasser als "absurd", da der Nettovermögenswert bei 9,3 Euro je Aktie liege.
Die beim Börsengang als platziert vermeldeten 20 Millionen Partly Paid Shares (PPS) seien wegen des Kursverfalls der MIP-Aktie "nie abgerufen und inzwischen eingezogen" worden, erklärte Haider. Den Fragen der Aktionäre bzw. Zertifikatseigner wird sich das Management in der Hauptversammlung am 14. Mai in Wien stellen (und nicht auf Jersey). (Gabriele Kolar, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.2.2008)
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