Ausnahme-Aktrice Juliette Binoche

29. Februar 2008, 20:50
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Bis heute gelingt es ihr ohne Allüren eine respektierte Kollaborateurin von Autorenfilmern zu sein - Schwerpunkt auf Arte

Juliette Binoche, Jahrgang 1964, hatte bereits mit Jacques Doillon (La vie de famille), André Techiné (Rendez-vous) und Leos Carax (Mauvais sang) gearbeitet, bevor US-Regisseur Philip Kaufman sie 1988 für seine Adaption von Milan Kunderas Bestseller Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins besetzte. Nach diesem ersten internationalen Erfolg machte sie mit Leos Carax' maßlosem Amour-fou-Drama Die Liebenden vom Pont-Neuf 1991 neuerlich Schlagzeilen. In Louis Malles Drama Verhängnis durfte ihr Jeremy Irons verfallen, Krzysztof Kieslowski eröffnete mit ihr seine Drei Farben-Trilogie, bevor sie die Hauptrolle im französischen Kostümfilm Der Husar auf dem Dach die Hauptrolle spielte.

Bis heute gelingt es der Diva ohne Allüren eine respektierte und gefragte Kollaborateurin von Autorenfilmern zu sein - wie zuletzt etwa mit Hou Hsiao-hsiens Die Reise des roten Ballons oder bald mit Amos Gitais Désengagement - und zugleich in anspruchsvollen Großproduktionen mitzumischen - wie in Anthony Minghellas Breaking and Entering oder in Peter Hedges Romantic Comedy Dan in Real Life.

Wie Binoche, die nicht zuletzt zu Michael Hanekes bevorzugten Schauspielerinnen gehört, selbst zu diesem vielfältigen Engagement steht? "Ich mache, was ich will, auch wenn es vielleicht nicht immer so aussieht. Ich involviere mich bei jedem Film in derselben Art und Weise. Ich versuche immer, die Projekte zu erkennen, die zu mir gehören." Arte widmet ihr ab Donnerstag einen Schwerpunkt (Isabella Hager, DER STANDARD; Printausgabe, 6.2.2008)

7. 2.: Caché
11. 2.: Verhängnis
14. 2.: Chocolat
18. 2.: Drei Farben; jeweils 21.00
  • Binoche
gehört zu den
von Michael
Haneke
bevorzugten
Darstellerinnen:
„Cachè“
mit Daniel
Auteuil.
    foto: arte

    Binoche gehört zu den von Michael Haneke bevorzugten Darstellerinnen: „Cachè“ mit Daniel Auteuil.

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