Zucker gegen Wundbrand

13. Februar 2008, 14:00
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Argentinische Wissenschafter finden Wege zur besseren Behandlung von Gewebsnekrosen - Bakterium vom Typ Clostridium lahmgelegt

Buenos Aires - Wissenschafter in Argentinien haben eine Möglichkeit entdeckt, wie sich Wundbrand und Wundstarrkrampf besser behandeln lassen könnten. Der Schlüssel sei, das für diese und weitere Krankheiten ursächliche Bakterium vom Typ Clostridium lahmzulegen, wie der Forschungsgruppenleiter Roberto Grau am Montag sagte.

Die Ausbreitungsfähigkeit des Bakteriums lasse sich mit Einfachzuckern wie Glukose, Fruktose und Galaktose hemmen. Das habe sein Team vom molekularbiologischen Institut in Rosario, das mit einem US-Labor zusammenarbeite, am Bakterium Clostridium perfringens gezeigt.

Zeit für Antibiotika-Behandlung

Clostridium perfringens ruft Wundbrand hervor. Ziel der Untersuchungen sei es gewesen, den Krankheitsverlauf durch Hemmung des Bakteriums aufzuhalten, sagte Grau. Gerade beim Wundfraß, der stündlich mehrere Zentimeter wachse, könne auf diesem Wege wichtige Zeit für eine Antibiotika-Behandlung gewonnen werden. (APA/red)

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    Bakterien der Gattung Clostridium sind der Schlüssel im Kampf gegen Wundbrand. Zucker hemmt ihre Ausbreitungsfähigkeit.

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