Thinkpads sollen mit HSPA-Chipsets ausgerüstet werden

14. Februar 2008, 12:09
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Mobiles Breitband: Ericsson kooperiert mit Lenovo - Download-Raten von bis zu 14,4 MBit/s möglich

Ericsson und Lenovo, der drittgrößte PC-Hersteller der Welt, kooperieren bei mobilen Breitbandmodulen, die auf der HSPA-Technologie basieren. HSPA ist die weltweit führende mobile Breitbandtechnologie. Ausgewählte Thinkpad Notebooks von Lenovo sollen mit mobilen Breitbandmodulen ausgestattet werden. Lenovo ist der erste Kunde für mobile Breitbandmodule, mit dem Ericsson eine Zusammenarbeit bekannt gibt.

Möglichkeiten

HSPA ermöglicht Geschwindigkeiten wie sie bislang nur von DSL bekannt sind. Die Funktechnik erlaubt derzeit mobile Downlinkraten von bis zu 14,4 Mbit pro Sekunde und maximale Uplinkraten von bis zu zwei Mbit pro Sekunde. Heute gibt es weltweit mehr als 160 kommerziell betriebene HSPA-Netze, die von über einer Milliarde Teilnehmern genutzt werden können.

Kooperation

"Ziel der Kooperation zwischen unserem Entwicklungsteam und den Experten von Ericsson ist es, Thinkpads mit der schnellsten und zuverlässigsten Verbindungstechnologie auszurüsten, die auf dem Markt verfügbar ist. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies zu dramatischen Veränderungen in der mobilen PC-Nutzung führt. Thinkpad-Anwender werden es künftig noch leichter haben, Informationen abzurufen, zu speichern oder an andere weiterzuleiten - wann und wo immer sie es wollen", so Frances K. O'Sullivan, Senior Vice President von Lenovo.

Einsatz

Anwender setzen nach Analysen von Kurt Jofs, Executive Vice President and Head of Business Unit Networks bei Ericsson, immer häufiger Mobiltelefone und Notebooks ein, um bandbreitenintensive Online-Dienste zu nutzen. Der Datenverkehr habe enorm zugenommen. "Um dies bewältigen zu können, werden die Mobilfunknetze zurzeit weltweit aufgerüstet. Benutzer erhalten mobil Zugang auf Dienste, auf die sie bislang ausschließlich über das Festnetz oder über W-LAN zugreifen konnten," so Jofs.

Ericsson treibe im Breitbandgeschäft genau das voran, was seinem Unternehmen in der Sprachtelefonie vor 20 Jahren gelungen sei, ist Jofs überzeugt. Breitband werde mobil und für jeden verfügbar. Durch den Einsatz der HSPA-Chipset-Technologie, die Ericsson selbst entwickelt habe und durch die starke Position des schwedischen Konzern bei Patenten würden sich erhebliche wirtschaftliche Vorteile ergeben. "Hinzu kommen die langjährigen Beziehungen des Unternehmens zu den Netzbetreibern. Ericsson kann daher sehr wettbewerbsfähige mobile Breitband-Modullösungen anbieten, was entscheidend dazu beiträgt, mobiles Breitband zum Massengeschäft werden zu lassen", erklärt Jofs.

Anstieg

Aktuellen Marktprognosen zufolge dürfte die Zahl der jährlich verkauften Notebooks bis zum Jahr 2011 auf etwa 200 Millionen ansteigen. Ericsson erwartet, das etwa 50 Prozent dieser Notebooks über ein eingebautes HSPA-Breitbandmodul verfügen. (pte)

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