Ferien im Krankenhaus

15. Februar 2008, 09:54
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Harte Pisten, stark taillierte Skier und ein hohes Maß an Selbst­überschätzung: Schi­unfälle nehmen zu - auch das KfV prognostizierte Steigerungen

Bereits im Herbst war das Kuratorium für Verkehrssicherheit (kfV) davon überzeugt, dass die Unfallzahlen steigen werden. Jetzt zeigen erste Zahlen aus den Krankenhäusern, dass die Prognose stimmt: So meldet das Salzburger Krankenhaus Schwarzach, dass heuer ab Weihnachten 300 Verletzte mehr ambulant behandelt wurden als im Vorjahr. Erschreckendes Detail: Viele erlitten schwere Wirbel- und Beckenverletzungen und immer mehr Kinder sind betroffen.

Mehr als 60.000 Verletzte erwartet

Laut KfV-Prognose werden in dieser Saison auf Österreichs Pisten mehr als 60.000 Skifahrer und Snowboarder verunfallen. 2006 waren es vergleichsweise noch 45.500 Personen. Fast die Hälfte (47 Prozent) sind Beinverletzungen. Knochenbrüche sind die häufiste Verletzungsart. Grundsätzlich verunglücken Männer wesentlich häufiger. 63 Prozent der Verletzten waren Männer und nur 37 Prozent Frauen.

Schutzengel Skihelm

Die meisten tödlichen Skiunfälle sind auf schwere Kopfverletzungen zurückzuführen. Deshalb sollten vorallem Kinder Helme tragen. Aufgrund der kindlichen Proportionen und der schwächeren Muskulatur sind sie häufiger betroffen.

Abseits der Pisten: Lawinengefahr

Lawinen sind für Wintersportler abseits der gesicherten Pisten die größte Gefahr. Die meisten der verunglückten Skifahrer und Snowboarder treten die verhängnisvolle Lawine selbst los.Wer im Tiefschnee unterwegs ist sollte deshalb unbedingt mit einem Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (auch LVS-Gerät oder Lawinenpieps genannt), einer Lawinenschaufel, Lawinen-Sonde und idealerweise auch einem Lawinen-Airbag ausgerüstet sein. Handy und Erste Hilfe-Paket gehören ebenfalls in den Rucksack, um im Notfall handeln zu können. (red)

Rettungsnotruf: 144
Euro-Notruf: 112
Alpinnotruf: 140

Link
Was tun bei einem Schiunfall? - Folder des KfV

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    foto: kfv/fehringer
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