Bianca Jagger bittet um einen Nachtrag

4. Februar 2008, 21:09
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Prominenter Gast fordert österreichische Regierung zur Unterstützung von Flüchtlingen auf

Eines der Dilemmata mit dem Opernball ist, dass er den Blick auf Wesentliches verstellt: Dass etwa Bianca Jagger eher nebenbei in der Oper vorbeischaute, ging ein bisserl unter. Denn der "Flüchtlingsball" zugunsten des Integrationshauses liegt traditionell (am Tag nach der Opernsause) blöd - und fiel heuer noch blöder: Beim Bonbon-Ball gab es die "lustigeren" Bilder.

Aber Frau Jaggers Eröffnung des Charity-Balls im Rathaus unerwähnt zu lassen wäre falsch. Erstens, weil der 14. Flüchtlingsball ziemlich toll war. Zweitens, weil sich Jagger da mit einem Statement "Flucht ist kein Verbrechen" in die aktuelle Schubhaftdebatte einmischte. Drittens, weil der Ball dem Integrationshaus 50.000 Euro brachte. Und - ach ja - viertens bittet Jagger darum, nicht "Menschenrechtsaktivistin", sondern "Advocat for Human Rights" genannt zu werden. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 5.2.2008)

  • Nicht "Aktivistin", sondern "Advokatin": Bianca Jagger
    foto: integrationshaus/morawec

    Nicht "Aktivistin", sondern "Advokatin": Bianca Jagger

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