Microsoft-Chef Steve Ballmer sieht keine Alternative zu Übernahme von Yahoo

7. April 2008, 10:29
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"Wir brauchen die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungskapazität, um mit dem Marktführer mitzuhalten"

Microsoft-Chef Steve Ballmer sieht zum geplanten Kauf des Internet-Konzerns Yahoo! keine Alternative. "Wir brauchen die gemeinsame Forschungs- und Entwicklungskapazität, um mit dem Marktführer mitzuhalten", sagte Ballmer am Montag auf einer Analystenkonferenz.

Brechen

Durch den angestrebten Zusammenschluss entstünde eine starke Nummer zwei bei der Internet-Suche hinter dem Google- Konzern. Anders sei die Dominanz des Erzrivalen nicht zu brechen.

Ballmer hob besonders die Einsparungen bei einer Partnerschaft hervor: "Es sind die gleichen Fixkosten, ob ein Mensch oder eine Milliarde Menschen oder zwei Milliarden deine Suchtechnik nutzen." Der Software-Konzern will jährlich eine Milliarde Dollar an Synergien heben. Microsoft bietet knapp 45 Milliarden Dollar für Yahoo! "Das ist ein großzügiges Angebot", sagte Ballmer.

"Das hängt davon ab, wie schnell wir die Übernahme stemmen können."

Finanzieren will Microsoft die Übernahme durch eigene Aktien und Bargeld aus seiner prall gefüllten Kasse. Darüber hinaus will sich Microsoft auf dem Kapitalmarkt bedienen, wie Finanzchef Chris Liddell auf der Analystenkonferenz sagte. Eine genaue Prognose, wie sich ein Kauf auf das Ergebnis von Microsoft auswirken würde, wollte Liddell nicht geben. "Das hängt davon ab, wie schnell wir die Übernahme stemmen können." Erst in einigen Monaten werde es daher eine genauere Prognose geben. (APA/dpa)

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