Lebender Teig, streikende Kartoffel

5. Februar 2008, 22:55
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Zum zweiten Mal bespielt das junge Theaterfestival spleen diverse Grazer Veranstaltungshäuser - für Drei- bis 18-Jährige

Ein tanzender Fallschirmspringer, ein lebendiger Kuchenteig, eine Kellnerin und ein Vertreter, die den Wert von Geld erkennen, eine streikende Kartoffel, aber auch Schillers Ferdinand und seine Luise - allesamt sind das nur einige Protagonisten, deren Geschichten zwischen 8. und 13. Februar in Graz erzählt werden. Sechs Tage lang bespielt das von Hanni Westphal und Manfred Weissensteiner zum zweiten Mal organisierte junge Theaterfestival spleen Grazer Veranstaltungshäuser.

Integratives

Im Next Liberty, dem TaO (Theater am Ortweinplatz), dem Kindermuseum Fred und Frida und in den Minoritensälen werden insgesamt 50 Vorstellungen von 30 Ensembles aus Österreich, Deutschland, Kroatien, Belgien, den Niederlanden und der Schweiz gezeigt.

Unter den Produktionen, die unter anderem auch integrativ wirken und die soziale Fantasie anregen sollen, gibt es Figuren-, Sprech- und Tanztheater für Drei- bis 18-Jährige. Im Rahmenprogramm können Jugendliche unter anderem selbst Radio machen, "live" Theaterkritiken verfassen, das Gesehene in einem Workshop nachbereiten oder mit ihren Fotos vom Festival an einem Wettbewerb teilnehmen. Schon ab 5. Februar ist im Medienkunstlabor im Parterre des Kunsthauses der spleen hotspot, das Festivalcenter zum Zeitunglesen, Saft- und Kaffeetrinken, Tratschen oder Riesenmemory-Spielen geöffnet. Den coolen Treffpunkt hat das Künstlerkollektiv RAM gestaltet.

Wer aber lieber zu Hause bleiben will - kein Problem: Man kann sich die Produktionen auch ins Haus bestellen. Für eine fünfköpfige Familie etwa gibt es ein Stück um zehn Euro. (cms, DER STANDARD Printausgabe, 5.2.2008)

Link mit Festival-Programm:

www.spleengraz.at
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    bild: spleen*graz
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