Hausfrau im Kampf gegen Ausländer

von Redaktion  |  09. März 2008, 19:29

Blaue Hardlinerin Barbara Rosenkranz mit NDP-Aktivist verheiratet

Für Erwin Pröll ist sie und ihre Partei schlicht ein "Sicherheitsrisiko". Dabei ist Sicherheit ein Leibthema von Barbara Rosenkranz. Sicherheit und jene, die diese bedrohen: die Ausländer. Unermüdlich warnt die Spitzenkandidatin der FPÖ vor der Zuwanderungsflut und der damit verbundenen Kriminalität. Zuwanderung sei "falsch und gefährlich" und müsse gestoppt werden. Auch der Islam ist für Rosenkranz und die FPÖ ein gefundenes Feindbild, wenn auch die Wogen in Niederösterreich nicht ganz so hoch gehen dürften wie in Graz. Allerdings ist in Bad Vöslau eine Moschee geplant, gegen die Rosenkranz ankämpft: "Minarette sind eindeutig Machtsymbole, und das wollen wir nicht."

Auf der Homepage des Parlaments wird der Beruf der freiheitlichen Nationalratsabgeordneten mit "Hausfrau" angegeben. Gemeinsam mit ihrem Mann, Horst Rosenkranz, einem ehemaligen Aktivisten der verbotenen NDP, hat die 49-Jährige insgesamt zehn Kinder. Deren Namen sind gewissermaßen auch ein Statement: Hedda, Ute, Alwine, Sonnhild, Volker, Hildrun, Mechthild, Arne, Horst und Wolf.

Der Buchautor Hans Henning-Scharsach bezeichnete Rosenkranz 1995 als Beispiel für einen "Kellernazi" und wurde dafür in Österreich wegen Verleumdung verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sah dieses Urteil allerdings als Verletzung des Rechts auf freie Meinung, Rosenkranz' Einstellung zum Nationalsozialismus könne durchaus als zwiespältig angesehen werden.

Seit 2002 sitzt Rosenkranz für die FPÖ im Nationalrat, und sie blieb der FPÖ treu: Die BZÖ-Abspaltung machte sie nicht mit, Jörg Haiders Bündnis lehnte sie konsequent ab. (völ/DER STANDARD, Printausgabe, 2.2.2008)

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ger81
13.02.2008 18:09
Rosenkranz mit alter Masche

Haben die Blauen denn gar keine anderen Themen als Ausländer. Wer Sicherheit will, muss die Schwarzen wählen, was die kürzlich veröffentlichte Statistik beweist.

Prolet
02.02.2008 16:05
Standardzenzi: des löschen mocht nix - i was wenigstens was rote ned gern lesen - in der presse kommts aber!

Dabei bin i sozialer als Bonzen packlweise - nur de san des ned!

Rennentenkorpsleiter
02.02.2008 13:35
Nach Freud hingegen,

sind Minarette und Kirchtürme durchaus verwandte Symbole.

Andronikos 
02.02.2008 10:35
Da kommt mir eine Glosse in den Sinn

darüber, dass Barbara Rosenkranz noch eine Schwester mit 10 Kindern hatte: Bedolf, Cedolf, Dedolf, Edolf, Efdolf, Gedolf, Hadolf, Idolf, Jedolf, Kadolf.

Herr Plumm
06.03.2010 08:44

köstlich! :-)

devil duck
02.02.2008 10:20

na das ist ja ganz was neues. horst rosenkranz war doch schon vor x-jahren führend bei der liste *nein zur ausländerflut*

Philbert Desanex 
02.02.2008 10:03
Deren Namen sind gewissermaßen auch ein Statement:


Was auffällt:
Kein Adolf, Heinrich,Hermann, Baldur, Ernst, Reinhard, Oscar, Eva

Eine beinharte antifaschistische Wiederstandskämpferin!

Lord Lurch
03.02.2008 17:32
Naja,

"Wolf" war bekanntlich der "Spitzname", mit dem sich der Adolf in vertrauten Kreisen gern anreden (vor allem von Frauen) ließ. So gesehen...

Rennentenkorpsleiter
02.02.2008 13:36

.....Wiederstand...:)

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