Neue Aufgaben für HR

1. Februar 2008, 16:45
21 Postings

Risikomanagement wird die wichtigste Aufgabe für Personalverantwort­liche (HR) - Hewitt Associates untersuchte aktuelle Trends und Schwerpunkte für HR-Manager europaweit

Die Entwicklung von Risiko-managementstrategien im Personalbereich werde die wichtigste Aufgabe des Human-Resources-Bereichs, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Die Managementberatung Hewitt Associates hat zum dritten Mal das "European HR-Barometer – HR Trends and Perspectives 2008– 2010" im Auftrag des European Club for human resources (EChr) durchgeführt. 53 Unternehmen, die europaweit insgesamt mehr als zwei Millionen Mitarbeiter beschäftigen, wurden befragt, um europaweite Trends und Schwerpunkte der HR-Funktion zu definieren.

Kulturelle und organisatorische Veränderungen

Neben dem Risikomanagement werden laut Studie vor allem kulturelle und organisatorische Veränderungen die HR-Arbeit in den nächsten Jahren beeinflussen. Grund dafür sei vor allem der demografische Wandel. Verbesserungsbedarf gibt es laut Studie auch innerhalb des HR-Bereiches. Um die Effizienz erhöhen zu können, müsse eine Transformation, weg von funktionalen Strukturen und hin zu mehr prozessorientierten Abläufen, stattfinden. HR Experten erwarten für ihren Bereich neue Kompetenzen und Verantwortlichkeiten, während traditionelle HR-Aufgaben an Shared Services Centers übergeben werden.

Talente managen

Nachhaltiges Talent-Management hat nach wie vor den höchsten Einfluss auf den Geschäftserfolg, dichtgefolgt von Performancemanagement und Führungskräfteentwicklung. Erstaunlich sei für Leonardo Sforza, Leiter Research and EU Affairs bei Hewitt, in diesem Zusammenhang, dass laut Studie nur knapp der Hälfte der befragten Organisationen die EU-Subventionen für Mitarbeitertrainings und -entwicklung oder die europäischen Research- und Development-Programme zur Förderung innovativer Initiativen bekannt sind.

"Trotz des erneuten EU-Schwerpunkts "Humankapital" scheinen die HR-Verantwortlichen die sich ihnen bietenden Möglichkeiten nicht zu erkennen, geschweige denn sie zu nützen", so Sforza. Fast die Hälfte der Befragten fordert eine stärkere und zeitgerechtere Einbindung der HR-Funktion in die strategischen Geschäftsentscheidungen. Denn nur so sei eine Verbesserung der Personalarbeit und somit eine Steigerung des Wertbeitrags für das Unternehmen möglich. (ost, DER STANDARD, Printausgabe, 2./3.2.2008)

Link: hewitt.com
  • Artikelbild
    grafik: standard
  • Artikelbild
    grafik: standard
Share if you care.