HPV-Impfung als Todesursache

19. Februar 2008, 12:33
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Gutachter kann Impfung als Todes­ursache "nicht aus­schließen" und kritisiert die Ver­schleierung in Zu­lassungs­studien und Experten, die Pharma­firmen nahestehen

Wien - Impfgutachter Klaus Hartmann hält eine Autoimmunreaktion für die wahrscheinlichste Ursache, dass ein Mädchen nach der HPV-Impfung starb."Es ist daher letztlich die Möglichkeit eines allergischen immunologischen Geschehens oder dass die HPV-Impfung kausal für den Todeseintritt war, medizinisch nicht auszuschließen", lautet der Kernsatz im Gutachten des Gerichtsmediziners Johann Missliwetz, der im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien den Todesfall der 19-jährigen Oberösterreicherin Jasmin S. untersucht hatte.

Untersuchung nach Todesfall

Die junge Frau war, wie berichtet, Ende Oktober vorigen Jahres gestorben - drei Wochen nach der ersten Schutzimpfung gegen die Erreger von Gebärmutterhalbskrebs, die Humanen Papillomaviren (HPV).

Eine der häufigsten Diagnosen

Der deutsche Impfschadens-Experte Klaus Hartmann, jahrelang beim Paul Ehrlich Institut für die wissenschaftliche Bewertung unerwünschter Wirkungen von Impfstoffen zuständig, präzisiert nun gegenüber dem Standard: "Bei der Todesursache handelte es sich vermutlich um eine akute disseminierte Encephalomyelitis (ADEM). Das ist bei Impfschadensfällen in meiner Gutachter-Praxis eine der häufigsten Diagnosen und eines der größten Probleme bei inaktivierten Impfstoffen."

Impfvorfälle

ADEM war auch bei der 16-jährigen Marion N. diagnostiziert worden, die ebenfalls drei Wochen nach der HPV-Impfung eine lebensgefährliche Entzündung des Nervensystems bekam.

Bei Marion N. waren die Ärzte durch ihre Sehstörungen aufmerksam geworden und konnten die Patientin über eine hochdosierte Cortison-Therapie retten.

Tückisches, flüchtiges, entzündliches Geschehen

Jasmin S. entwickelte nach dem Impftermin eine auffällige Lichtscheu. Dazu klagte sie über Kopfschmerzen und heftige Darmprobleme. "Das sind ganz typische Anzeichen für eine ADEM", sagt Hartmann. Die Krankheit sei tückisch, weil sie oft schleichend, fünf bis 42 Tage nach einer Infektion oder Impfung, beginnt. "Das ist ein flüchtiges entzündliches Geschehen. Wenn das im Atemzentrum entsteht, kann Atemstillstand die Folge sein."

Kein "ursächlicher Zusammenhang" sei "Unsinn"

In den Erklärungen von Impfexperten wie dem Wiener Gynäkologen Elmar Joura, oder Ingomar Mutz, dem Vorsitzenden des Impfausschusses im Obersten Sanitätsrat, hieß es zuletzt, dass "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Impfung nicht in einem ursächlichen Zusammenhang zu sehen sei, weil eine Impfreaktion nicht drei Wochen nach dem Impftermin auftrete. "Wissenschaftlich ist das vollkommener Unsinn", sagt Hartmann.

Enge finanzielle Beziehungen

Überdies kritisiert Hartmann, dass viele Impfexperten "enge finanzielle Beziehungen zu den Herstellerfirmen" hätten.

In den großen Zulassungsstudien zu den beiden HPV-Impfstoffen Gardasil und Cervarix waren keine auffälligen Nebenwirkungen zwischen Behandlungs- und Placebogruppe festgestellt worden. "Allerdings wurde hier keine neutrale Wasserlösung als Placebo verwendet", kritisiert Hartmann, "sondern ein Gemisch der Inhaltsstoffe der Impfung, unter anderem die erwiesen problematischen Aluminiumsalze."

Bewusste Verschleierung von Nebenwirkungen

Dadurch seien eventuelle Nebenwirkungen bewusst verschleiert worden. "Man weiß, dass diese Hilfsstoffe bei bestimmten Menschen Autoimmunreaktionen auslösen. Das wurde auch im Tierversuch bestätigt. Sie können zudem das Nervensystem schädigen, weil Aluminiumhydroxid auch neurotoxisches Potenzial hat." (Bert Ehgartner, 01.02.2008)

  • Eine hochdosierte Cortisontherapie rettete eine junge Frau nach einer akuten Autoimmunreaktion nach der HPV-Schutzimpfung.
    foto: standard/robert newald

    Eine hochdosierte Cortisontherapie rettete eine junge Frau nach einer akuten Autoimmunreaktion nach der HPV-Schutzimpfung.

  • Klaus Hartmann: anerkannter Gutachter
    foto: hartmann

    Klaus Hartmann: anerkannter Gutachter

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