Rabauken, Störenfriede, Schrecken

3. Februar 2008, 19:51
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Das Lentos zeigt ab 1. Februar "Störenfriede": Österreichische Kunst, die provizierte und deshalb öffentliche Schmähung durchlaufen musste

Linz - Von 1. Februar bis 18. Mai 2008 zeigt das Linzer Kunstmuseum Lentos eine Ausstellung, die die berühmt-berüchtigten Störenfriede der österreichischen Kunstgeschichte vom Fin de Siecle bis zum Aktionismus vorstellt. Unter dem Titel "Störenfriede - Der Schrecken der Avantgarde von Makart bis Nitsch" werden Werke von Klimt, Schiele, Kokoschka oder Nitsch zu betrachten sein.

Die in der musealen Schau gezeigten Künstler mussten alle den Prozess der radikalen Ablehnung und der öffentlichen Schmähung durchlaufen, denn sie provozierten und "störten". Als Störenfriede riefen sie damals unterschiedlichste Reaktionen hervor - von Pressehetze bis zur Zerstörung von Kunstwerken und Verhaftungen der Künstler. Viele dieser Kunstschaffenden gelten heute aber als Aushängeschilder des österreichischen Kultur- und Kunstschaffens.

Das Lentos zeigt an die 100 Bilder dieser österreichischen Klassiker aus den Jahren 1900 bis 1968, auch hochkarätige Leihgaben aus Museen, Galerien und Privatsammlungen befinden sich darunter. Mittels zeitgenössischer Reaktionen und Beispielen etablierter Kunst der Zeit will das Linzer Kunstmuseum das "Anstößige" der neuen Stilrichtungen aufzeigen.

Kokoschka

Freunde dieser Provokateure dürfen sich auf die im Mai startende Oskar Kokoschka-Schau freuen. Von 31. Mai bis 5. Oktober werden im Lentos unter dem Titel "Oskar Kokoschka - Ein Vagabund in Linz, vom Oberwildling zum entarteten Künstler" rund 120 Werke des Künstlers gezeigt. (APA)

  • Günter Brus, Aus dem Zyklus "Wiener Spaziergang" (1965)
    foto: lentos kunstmuseum linz

    Günter Brus, Aus dem Zyklus "Wiener Spaziergang" (1965)

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