Wartezeiten in Spitälern sollen kürzer werden

12. Februar 2008, 20:51
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Neuer Finanzchef soll Finanzierung der neuen Warteliste und der neuen Arbeitszeiten sichern

Wien – Was auf der Orthopädie im Donauspital bereits Realität ist, soll bis Ende 2010 in allen klinischen Abteilungen der Spitäler vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) umgesetzt werden: dass die Arbeitszeiten der Ärzte gestaffelt werden und somit Operationssäle für planbare Eingriffe auch bis 18 Uhr besetzt sind.

"Geht sich finanziell aus"

Diese, derzeit in 38 Prozent der Abteilungen verwirklichte Regelung und eine elektronische Warteliste sollen die Wartezeiten auf Operationen verkürzen. Für die Flexibilisierung der Arbeitszeiten wird allein im ärztlichen Bereich 15 bis 20 Prozent mehr Personal gebraucht. "Das geht sich finanziell aus", ist KAV-Generaldirektor Wilhelm Marhold sicher. Ab 1. Februar wird sich um diese Angelegenheit Maximilan Koblmüller kümmern, der am Dienstag als Finanzchef und Stellvertreter Marholds präsentiert wurde. Der 56-jährige HTL-Ingenieur und promovierte Betriebswirt war zuletzt sieben Jahre lang Finanzvorstand der oberösterreichischen Gesundheits- und Spitals-AG (gespag).

Angesprochen auf den jüngsten Kontrollamtsbericht, bei dem unter anderem das Controlling und die vielen Nebenbeschäftigungen der KAV-Ärzte bemängelt wurden, meinte Koblmüller zum Standard: "Ich denke, dass der KAV ganz vernünftig unterwegs ist." (spri, DER STANDARD Printausgabe, 30.1.2008)

  • Maximilian Koblmüller ist neuer KAV-Finanzmanager
    foto: gespag

    Maximilian Koblmüller ist neuer KAV-Finanzmanager

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