Ausstellung: Gut gelaunt wie eh und je

3. Februar 2008, 19:51
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Auf den Wellpappe- Verpackungskartons, die Robert Svoboda als Bildträger für seine Grafiken nutzt, sind noch die ursprünglichen Barcodes und Transportgutsymbole zu sehen

Darauf setzt er in Siebdrucktechnik Schwarz-Weiß-Fotografien und einfarbige Schriftzüge. Die solcherart entstandenen Kunstwerke stehen jeweils in einem thematischen Zusammenhang. So zeigt Svoboda u. a. seinen Zyklus The Beggar's Opera. Dafür inszenierte er befreundete Künstler als Figuren aus der Bettleroper und unterlegt sie mit Zitaten des Autors John Gay. Eine sehr humorvolle und anspielungsreiche Arbeit.

Der zweite Künstler der Doppelausstellung heißt Thomas Hoor, er war einer der Glücklichen, der vom gemeinsamen Artists-in-Residence-Programm der Stiftung Bilbao und dem Land Vorarlberg profitierte. Unter dem Titel gut gelaunt wie eh und je stellt er eine Auswahl der schlichten Bleistiftzeichnungen aus, die er in Bilbao produzierte, und seine neuen, aufwändig konstruierten Ölgemälde. Hoor stellt Menschen dar, aber wirklich fröhlich oder frei wirken die nie, ein bisschen Melancholie und Zwang ist immer spürbar. (mh, DER STANDARD/Printausgabe, 30.01.2008)

>> Galerie ardizón & editionswerkstatt, Thalbachgasse 4, 6900 Bregenz, (05574) 207 14.
  • Robert Svoboda: "Peachum", aus seinem Zyklus "The Beggar's Opera", entstanden 2006.
    foto: galerie ardizon

    Robert Svoboda: "Peachum", aus seinem Zyklus "The Beggar's Opera", entstanden 2006.

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