Roco wieder auf Schiene

14. Februar 2008, 14:35
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Das Unternehmen erwirtschaftete 2007 nach Pleite und Verkauf einen Umsatz von 34,6 Millionen Euro

Salzburg - Der im Sommer 2005 in den Konkurs geschlitterte Salzburger Modelleisenbahn-Hersteller Roco ist nach der Insolvenz und der Neuübernahme durch Raiffeisen und später einen Deutschen Unternehmer wieder voll auf Schiene: Das Unternehmen erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 34,6 Mio. Euro (plus zwölf Prozent) und ein EBIT von 3,8 Mio. Euro, wie es am Montag in einer Aussendung informierte.

Der Umsatz hat die Erwartungen für das abgelaufene Jahr um 1,6 Mio. Euro übertroffen, so Geschäftsführer Leopold Heher. Der Zuwachs ist vor allem guten Geschäften in jungen Märkten zu verdanken. In Frankreich und Holland gab es ein Plus von 33 Prozent, in Österreich betrug der Anstieg 20 Prozent, in Osteuropa immerhin fünf Prozent. Stagniert hat der Umsatz im Hauptmarkt Deutschland, wo das Vorjahresergebnis wieder erreicht wurde. Als Gründe für die Zuwächse nannte Heher zum einen, dass die Modelle besser an die jeweiligen Märkte angepasst wurden, zum anderen Innovationen mit digitaler Technologie. Heuer will Roco bei der Spielwarenmesse in Nürnberg zahlreiche Neuheiten vorstellen.

Heher wird sich heuer im Frühjahr aus der Geschäftsführung von Roco zurückziehen, wie das schon beim Verkauf an den Freisinger Unternehmer Franz-Josef Haslberger im September 2007 vereinbart worden ist. Mit 1. März werden Reinhold Ott (Vertrieb) und Herbert Kogelbauer (Produktion) das Kommando übernehmen. Beide haben schon bei der Umstrukturierung nach der Insolvenz in leitender Position mitgewirkt.

Die Modelleisenbahn GmbH zählt mit der Marke Roco eigenen Angaben zufolge zu den drei wichtigsten europäischen Unternehmen in ihrem Markt. Am Stammsitz in Bergheim bei Salzburg sowie in den Werken in Gloggnitz (Niederösterreich), Banska Bystrica (Slowakei) und Arad (Rumänien) beschäftigt sie rund 650 Mitarbeiter. Mehr als 80 Prozent der Fertigung gehen in den Export. Hauptmarkt der Modelleisenbahn GmbH ist Deutschland mit einem Anteil von 47 Prozent, gefolgt vom Heimmarkt Österreich. (APA)

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