Haselsteiner für Spitzensteuersatz von 80 Prozent

von Redaktion  |  27. März 2008, 12:28
  • Artikelbild: Der Großindustrielle Peter Haselsteiner will hohe Einkommen stärker besteuern - Foto: Reuters/Foeger

    Der Großindustrielle Peter Haselsteiner will hohe Einkommen stärker besteuern

Sozialminister Buchinger und Großindustrieller sind sich einig - Aktienoptionen sollten auch verboten werden

Wien – Zu einem Lizitationswettbewerb – „Wer ist für mehr Steuererhöhungen?“– gestaltete sich Sonntag unter der Moderation von Heide Schmidt eine Diskussion zum Thema „ Soziale Gerechtigkeit – eine Utopie?“ zwischen Sozialminister Erwin Buchinger (SPÖ) und dem Großunternehmer Hans Peter Haselsteiner.

Haselsteiner, früher Abgeordneter für das „Liberale Forum“ (das zur Gründung vor 15 Jahren Lebenszeichen von sich gibt), verblüffte mit Aussagen wie: „Bei Spitzensteuersatz soll man nicht bei 50 Prozent aufhören. Für absurd hohe Gehälter so um die fünf Millionen Euro gehören 70, 80 Prozent Spitzensteuersatz! Das ist ganz entscheidend für das Thema soziale Gerechtigkeit, wenn ich mir ansehe, dass meine Arbeiter 1400 netto kriegen und ein Porsche-Manager 60 Millionen Euro.“

Unter heftigem Applaus der etwa 200 liberalen Menschen, die auf Einladung von Heide Schmidts „Institut für eine offene Gesellschaft“ gekommen waren, fuhr Haselsteiner fort: Auch Aktienoptionen in Millionenhöhe, wie sie etwa gerade die OMV-Manager bezogen haben, gehörten „gesetzlich verboten“. Haselsteiner ist aber nicht nur für die gnadenlose Besteuerung der Spitzenverdiener. Die Ertragsbesteuerung jeglichen Vermögenstransfers sei „dringend erforderlich“: „Wenn der Häuselbauer sein Haus verkauft und bei ihm die Kasse klingelt, dann soll es auch bei der Steuer klingeln.“ Die steuerbefreiende Spekulationsfrist von einem Jahr bei Wertpapierkursgewinnen gehöre abgeschafft.

Angesichts dieser Rigorosität musste Buchinger sehen, wo er bleibt: „Ich freue mich, dass ein Großindustrieller wie Haselsteiner mehr Sozialromantiker und Sozialrevolutionär ist als ich.“ Er selbst sei ja für eine Substanzbesteuerung von Vermögen (nicht nur des Vermögenszuwachses) von 0,5 bis zu einem Prozentpunkt, habe sich damit aber parteiintern nicht durchgesetzt. Die SPÖ sei aber immerhin für eine Zuwachsbesteuerung. Was den Spitzensteuersatz betreffe, so sei er persönlich für eine Anhebung, die Partei aber nicht, so müsse man alle Kraft darauf verwenden, dass „er wenigstens nicht gesenkt wird“ (wie das die ÖVP will). Allerdings kann sich Buchinger vorstellen, dass die seit fast 20 Jahren gleichgebliebene Grenze von 51.000 Euro, ab der die 50 Prozent zuschlagen, angehoben wird: „Mit 51.000 jährlich ist man nicht wirklich reich“, lautete das bemerkenswerte Zugeständnis.

Den philosophischen Hintergrund der Debatte umriss Heide Schmidt mit dem Auseinanderdriften von Spitzen-und Normaleinkommen. Hier liegt auch die Ratio für Haselsteiners Reichenbesteuerungs-Radikalismus: „Ich bin als Privilegierter darauf angewiesen, dass sozialer Frieden im Land herrscht.“ Er kann beruhigt sein: Auf eine Frage von Schmidt räumte Buchinger ein, dass in Österreich ein „vergleichsweise hohes Niveau“ an sozialer Gerechtigkeit herrsche. (Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe, 28.1.2008)

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    Alexander Neumaier
    28.01.2008 11:14
    Ich glaube

    Sie wollen zwar gerne einen Ihnen ideologisch nahestehenden Helden im Kampf gegen die bösen Manager sehen, der eine Bestuerung von 80% will.
    Aber ich denke, soweit kenne ich ihn schon, daß er einer der ersten sein dürfte, die bei einer tatsächlichen Einführung einer 80% Besteuerung seines Einkommens sehr aktiv nach einer Lösung suchen wird, diese Steuerklasse zu umgehen.
    Und einen Umverteilungseffekt hätte schon allein wegen dieser Konsequenz eine Einführung eines 80% Steuersatzes keinen.
    Mehr als eine massive Abwanderung von Unternehmern und Managers sowie die entsprechende Belastung des Mittelstandes hätte das nicht Folge.
    Das sehen Sie am Beispiel Schwedens, wo fast alle, die in eine Steuerklasse > 50% fallen das Land verlassen haben.

    Herr Gscheidl 
    28.01.2008 10:57

    Aber Arnie war doch in "Junior" schwanger;-)

    Herr Gscheidl 
    29.01.2008 11:35

    Spaßbremsen!

    flattop
    28.01.2008 10:45
    Bravo!

    "Absurd hohe Gehälter" werden dann unter großem Applaus ab etwa 3.000 €/4.000€/Monat beginnen, damit der Fiskus auch etwas davon hat.
    Wenn das Großkapital mit Sozialromantikern diskutiert wird es in der Regel gefährlich für den Normalbürger...

    Ferdinand Berger
    28.01.2008 10:41
    also das ist eine der...

    ....lustigsten dinge die ich je gelesen haben. wenn der herr haselsteiner findet, dass seine arbeiter mit 1400,- euro zu wenig verdienen, steht es ihm ja frei ihnen mehr gehalt zu zahlen und etwas von seinem geschätzen 300 mio euro vermögen abzugeben! einer der selbst soviel vermögen hat, prangert andere an beutet seine eigenen mitarbeiter aber trotzdem gnadenlos aus - das ist die doppelmoral die einem das frühstück zur zweiten begutachtung wieder hochbringt...

    Max Ebenführer 
    28.01.2008 10:55
    das hat der haselsetiner nicht gesagt...

    ...er hat nicht gesagt, dass er die € 1400 unverschämt niedrig findet, sondern die € 60 mio unverschämt hoch - und deswegen plädiert er für einen höheren grenzsteuerstaz von 70-80 prozent.
    das ist für mich keine doppelmoral!

    A.M. Vanquish
    28.01.2008 11:06
    Die Doppelmoral steckt im Detail

    Wussten Sie, dass Porsche im vergangenen Geschäftsjahr JEDEM Mitarbeiter einen ausserordentlichen Bonus von 5.000 Euro bezahlt hat?
    Hat das etwa der Haslsteiener auch gemacht? -Nein!

    ceiberweiber.at
    28.01.2008 11:31
    haselsteiner kann in seinem unternehmen umverteilen...

    aber die erwähnten € 5000 pro nase sind im grunde eine ohrfeige angesichts dessen, was spitzenmanager bei porsche bekommen (abzocken wäre besser, da es in keiner relation zu irgendetwas steht und eine unverschämtheit in einen modernen nicht feudalen sozialstaat ist)

    RS69 
    28.01.2008 18:39

    Ich bin mir sicher, die Porsche Mitarbeiter haben sich über die Ohrfeige gefreut.

    Und viele Andere Angestellte würden auch bereitwillig die Wange hinhalten, würde ihnen ihr Arbeitgeber so eine Ohrfeige anbieten.

    A.M. Vanquish
    28.01.2008 15:38
    Porsche ist das schlechteste Beispiel für unsoziale Bezahlung

    Wiedeking hat aus einem maroden Unternehmen den weltweit profitabelsten Automobilhersteller gemacht, hat in Porsches schlechten Zeiten mit seinem Privatvermögen gehaftet (!!), hat die Übernahme des größten eurpäischen Autokonzern (VW) positive vorbereitet und zahlt überdurchschnittliche Grundgehälter plus saftige Boni.
    Zeigen Sie mir einen Manager der so eine Bilanz vorlegen kann und dabei persönliches Vermögen eingesetzt hat.

    Sie haben Recht wenn Sie behaupten dass bei den meisten Managern das Verhältnis von Erfolg, Risiko und Gehalt nicht stimmt, aber Wiedeking ist jede Million wert.

    Ferdinand Berger
    28.01.2008 11:01
    und ob es...

    ...eine doppelmoral ist, wenn man die 60 mio für unverschämt hoch haltet, selbst aber 300 mio besitzt! er kann ohne weiters auf 240 mio verzichten und damit rund 10.000 arbeitern 24.000,- euro zukommen lassen, ich bin mir sicher, es wäre ihm kein einziger dafür böse und er würde mit gutem beispiel voran gehen! aber nur groß reden und selbst das geld bunkern ist ein bisschen gar schwach!

    herr hofrat 
    28.01.2008 10:40
    eine besteuerung der vermögenssubstanz wäre

    glatte enteignung - raub! in meinen augen verfassungswidrig!

    und das womöglich ab einem vermögen von 5.000,-- euro! weil, wer überhaupt was sparen kann, ist reich.

    perverses österreich.

    schaun se
    28.01.2008 11:34
    langsam langsam

    schreien s net glei verfassungswidrig!
    die vermögenssteuer gabs in österreich (und vermögenssteuer ist immer von der substanz) und die gibts in vielen ländern, am höchsten ist sie dort, wo mans am wenigsten vermuten würde, in den zentralen des kapitalismus: USA und GB.
    solange ordentliche freigrenzen da sind (stichwort: eigenheim) und wir von steuersätzen im bereich 0,5%-2% reden, ist von enteignung keine rede (solche vermögen vermehren sich in der regel um 5%-10% pro jahr, also ist die substanzbesteuerung immer noch defacto nur eine zuwachsbest.). im übrigen werden wir bald das einzige land überhaupt sein, wo weder vermögen, noch erben noch schenken besteuert wird - sind ja alles tolle leistungen ... wurscht, der/die hacklerIn zahlts eh

    www.amSPIESS.at 
    28.01.2008 10:36
    LIF? Sind das nicht jene einstigen FPÖ-Mutanten,

    die mit dem durchsichtigen Schmäh gescheitert sind, sich als österreichische FDP auszugeben.

    Und jetzt initiieren sie eine l'art pour l'art-Diskussion als Renascimento-Versuch. Siaß!

    Na und der Hairy ist auch gleich dabei. Eh klar!

    Strabag Aktien sind trotzdem zu empfehlen.

    Das entzückende Stinktier 
    28.01.2008 10:36
    Solch absurde Ideen wie 80 % oder noch mehr Spitzensteuersatz

    haben z. B. das schwedische Modell ruiniert.
    Weil die ganzen Spitzenverdiener, von ABBA bis Bergman, um nur zwei bekannte Beispiele zu nennen, ihren Wohnsitz ins steuergünstigere Ausland verlegt haben. Die haben ALLE Berufe, in denen das geht. Der Mittelständler kann das nicht, der ist "ortsfest". Dirkektionen von Industriebetrieben lassen sich auch in Steuerparadiese verlegen.
    Wer 50 % zahlt, gibt in Summe (mit den niedriger versteuerten Gehaltsanteilen und den Verbrauchssteuern) schon mindestens die Hälfte seiner Einkünfte dem Staat.
    Wenn der Staat uferlos verlangen kann, wird er deswegen, das ist Erfahrungstatsache, nicht den Bedürftigeren mehr zukommen lassen, sondern es werden in erster Linie die Verwaltungskosten hinaufschnalzen.

    franz mann 
    28.01.2008 10:32
    na viel spass in der "liberalen" partei

    dass ein grossindustrieller, der sein ganzes vermögen unterm hintern hat sich über manager echauffiert, die viel verdienen, zeigt eigentlich nur, dass er sich nicht in die lage anderer menschen versetzen kann. wie wärs wenn man den besitz von unternehmensanteilen mit 10% von der substanz jährlich besteuert lieber herr haselsteiner? dann hätten sie in 10 jahren keine firma mehr mehr? na und! aber sozial "gerecht" wär das!

    nina yankow
    28.01.2008 10:18

    ich halte es für ziemlich daneben, menschen, die sogar netto DREIMAL so viel wie der ÖSTERREICHISCHE durchschnitt verdienen, als "nicht wirklich reich" zu bezeichnen. es läuft gesellschaft eindeutig was falsch, wenn man sich reichtum nicht eingestehen kann und sich immer nur an den noch besser verdienenden orientiert.

    Dr. Hornig
    28.01.2008 11:23
    sehr realtiv

    nun, die Definition von "reich" ist natürlich sehr individuell aber bei einem Jahreseinkommen von 51.000,-- (brutto!) kann wohl nicht von Reichtum gesprochen werden.
    Generell findet sich Reichtum wohl eher beim Besitz als beim Arbeitseinkommen (mit Ausnahme einiger...)

    Audimax
    28.01.2008 10:54
    bei 51.000,- brutto p.a.

    verdient man 2.148,30 netto pro Monat. 1/3 davon ist 716,16. So schlecht bezahlte 40 Std. Jobs gibt es wohl nur in Ausnahmefällen.

    Die Stimme des Marktes
    28.01.2008 10:54
    Rechnen sollte man können...

    Wer 51,000 EUR brutto p.a. verdient, verdient BRUTTO knapp 2,5x so viel wie der österr. Durchschnitt - netto kann er froh sein, wenn doppelt so viel überbleibt...

    Una música brutal
    28.01.2008 11:13

    damit ist er aber schon mal mehr als doppelt so reich. man muss das einkommen ja auf das existenzminimum beziehen. angenommen, dieses liegt bei 1000 € , dann ist einer, der 2000 verdient bereits doppelt so reich, wie einer, der 1500 verdient.

    RS69 
    28.01.2008 18:42

    Und einer, der 1002 EUr verdient, ist doppelt so reich, wie einer der 1001 EUR verdient?

    Wo man hin schaut böse Kapitalisten!

    Una música brutal
    29.01.2008 00:56

    genau. wenn dem einem am ende des monats zwei euro bleiben und dem anderen nur ein euro, dann kann sich erster doppelt so viel "luxus" leisten wie letzterer. er ist daher doppelt so "reich".

    RS69 
    29.01.2008 13:11

    Na dann sollte man Ihnen das schnellstens wegnehmen, und umverteilen - oder?

    Una música brutal
    29.01.2008 19:44

    wieso "Ihnen". ich komm in dem beispiel ja gar nicht vor.

    Cr S
    28.01.2008 12:53

    Auf das Existenzminimum? Droben ging es noch um den Durchschnitt.

    Audimax
    28.01.2008 11:32
    außer er hat 2 Kinder in Wien

    dann gehen nämlich 2 x 360,- p.m. = 720,- p.m. für den Kindergarten weg, den einer mit Existenzminimum nicht bezahlen muss. Wenn man dann noch Mietzinsbehilfe, ORF Gebührenbefreiung usw. dazurechnet, bleibt für den "Spitzenverdiener" so gut wie nichts mehr übrig. Der Mittelstand wird gnadenlos abkassiert !

    ceiberweiber.at
    28.01.2008 10:51
    drum soll es ja um soziale gerechtigkeit gehen...

    es kann doch nicht richtig sein, dass hunderttausende um die armutsgrenze leben, man kann nicht so blind und egoistisch sein, ihnen womöglich noch selber schuld dran geben. wenn es zugleich viele jobs gibt, wo erst jetzt als massnahme der regierung ein mindestlohn kommt und viele nicht existenzsichernd verdienen oder wenig chancen auf einen job haben (zb auch sehr qualifizierte menschen ab 50). da muss eben soweit dies durch politische massnahmen steuerbar ist gerechter verteilt werden. das kommt allen zugute, weil ja alle gerne in einer gesellschaft ohne soziale spannungen leben wollen.

    pablo.ponte
    28.01.2008 10:55
    sehr gut.

    ceiberweiber.at
    28.01.2008 11:32
    danke :-)

    freut mich, dieses nette lob :-)

    DocSnyder 
    28.01.2008 10:43
    naja wärs ihnen lieber.....

    .....er würde meinen es sind e alle die um die 1200 EUR im Monat verdienen reich ? ;)

    Al Bundy69
    28.01.2008 10:34
    Fasching! Es ist Fasching!!!

    Das entzückende Stinktier 
    28.01.2008 10:29
    Die sind auch nicht wirklich reich.

    Denn unter Reichtum kann man z. B. verstehen, daß jemand für seinen Unterhalt nicht mehr im herkömmlichen Sinn arbeiten muß. Und das geht erst bei einem Vermögen ab 2 - 3 Mio Euro, daß man von den Zinsen lebt.

    tweedy3
    28.01.2008 11:00
    Jaja, da arbeitet dann das Geld

    für einen. Schon mal Geld arbeiten gesehen?
    Eine der größten Ungerechtigkeiten in unserem System. Die Großvermögensbesitzer lassen arbeiten - und zwar nicht das Geld, sondern immer nur Menschen (jene, die dafür sorgen, damit sich das Kapital auch artig verzinsen kann; Jene, die mit den Preisen auch die Kapitalkosten von Gütern und Dienstleistungen mitzahlen etc.).

    Je länger dieses System so wirkt, desto größer die Verzerrungen durch Zinsflüsse. Automatische Umverteilung von unten nach oben.

    Das entzückende Stinktier 
    28.01.2008 11:59
    Und Du lehnst Zinsen für Deine Bankeinlagen heroisch ab, gelle?

    investor54
    28.01.2008 11:15
    jedesmal wenn eine maschine etwas produziert sehe ich geld arbeiten!

    im übrigen: volkskanzler gusenbauer ist für HOHE zinsen!!!

    tweedy3
    28.01.2008 12:14

    Auch für die Produktion, Inbetriebnahme, Bedienung, Wartung etc. einer Maschine braucht man Arbeitskraft.

    Und selbst wenn man etwas zu 100% mit dem Produktionsfaktor Kapital (und Boden) herstellen könnte (was utopisch ist): Es gibt jedenfalls eine entsprechende Renditeerwartung -> Berücksichtigung in der Preiskalkulation -> Konsument zahlt. Je höher die Zinsen, desto höher die Preise (um nicht real ärmer dazustehen). Preise werden von Menschen gezahlt, die in aller Regel dafür arbeiten müssen.

    Daher bleib ich dabei: Geld arbeitet nie.

    der tortenfreak
    28.01.2008 10:28
    mit 51.000€ Euro ist NIEMAND reich.

    Sie müssen davon noch EKST zahlen, somit bleibt die Hälfte übrig.

    Hatte gestern ein nettes Gespräch mit einer Schweizerin aus Zürich - dort zahlt man zusammen (inkl. Sozailversicherung) 20%.

    Bei uns alleine 24% Sozialabgaben - dieses Land ist so leistungsfeindlich.

    Old Europe
    28.01.2008 10:15
    Steuerehrlichkeit

    Dabei sagt man doch immer, dass ab einem Steuersatz von über 50% die Steuerehrlichkeit so rapide abnimmt, dass es sich gar nicht auszahlt, ihn einzuheben. Meines Wissens nach gibt es auch kein Land in Europa, wo man so hohe Steuersätze hat.

    H.S
    28.01.2008 15:59
    Leider schon...

    werfen Sie mal einen Blick nach Belgien....

    v1.0
    28.01.2008 10:14
    weil hier von "Leistungsfeindlichkeit"

    gesprochen wird: Wir reden hier von einem Jahresgehalt von über 5 Mio Euro. Das ist jenseits aller Vorstellungskraft und meiner Meinung nach auch jenseits aller Leistungsrelation. Gerade aus diesem Grund sehe ich den Vorschlag von Haselsteiner daher durchaus positiv. Leistung soll nicht durch absurd hohe Steuersätze abgewürgt werden. Aber gerade in soilchen Fällen liegt ja eben keine Leistung mehr vor, die so ein Gehalt rechtfertigen.

    ceiberweiber.at
    28.01.2008 10:54
    ab 3 Millionen €

    sagte haselsteiner, um der korrektheit genüge zu tun - und da geht es auch darum, dass bei solchen summen auch wesentlich mehr zu sozialsystem und infrastruktur beigetragen werden soll als bei einkommen im normalen bereich. sich also unternehmen entscheiden können, ob sie die einkommen gerechter verteilen oder durch absurde einkommen in erster linie den staat und seine leistungen für die allgemeinheit finanzieren wollen.

    ich habe bei der übrigens recht spannenden veranstaltung ziemlich genau mitnotiert und einen bericht verfasst siehe:

    http://www.ceiberweiber.at/index.php... les&id=900

    da sind dann auch weitere details der diskussion recht exakt ausgeführt.

    Das entzückende Stinktier 
    28.01.2008 10:37
    Wo versteuert Haselsteiner?

    Wo er am meisten oder wo er am wenigsten zahlt? mehrere Wohnsitze hätte er ja...

    Hans P
    28.01.2008 10:12
    na gleich wie die Roten

    kein einziges Wort von Steuersparen, alle wollen nur immer mehr kassieren, sparen und sich weniger leisten soll nur der Normalbürger.

    ceiberweiber.at
    28.01.2008 11:14
    schwachsinn

    "die roten" haben genauso viel ahnung von wirtschaftspolitik wie andere, nur dass sie dabei meistens auch sozialer denken als andere...

    die vorstellungen zur steuerreform hat SPÖ-finanzstaatssekretär matznetter kürzlich bei einer pressekonferenz vorgestellt, kann man alles ganz genau nachlesen (um dann zumindest substantieller kritik zu üben):

    http://www.ceiberweiber.at/index.php... les&id=889

    Andreas Prucha
    28.01.2008 10:24

    Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Massives Steuersparen muss dem "Normalbürger" nicht unbedingt was bringen. Der Staat ist zwar oft nicht wirklich der beste Wirtschafter, aber er verbrennt das Geld nicht. Niedrigere Steuern führen automatisch zu weniger öffentlichen Leistungen. Also Leistungen, für die der Einzelne dann erst recht bezahlen muss. Mehr verdienen, aber dafür höhere Kosten haben bringts auch nicht unbedingt.

    Das entzückende Stinktier 
    28.01.2008 10:38
    ...aber er verbrennt das Geld nicht.

    na, Sie sind mir ein Christkindl!!

    Oder so beneidenswert jung, daß Ihnen sämtliche Lebenserfahrung fehlt.

    nina yankow
    28.01.2008 10:20

    wie soll man denn eine steuererleichterung finanzieren, wenn das geld nicht von woanders herkommt? da sind diese vorschläge, die wenigsten sozial gerecht sind, nun wirklich besser als die der "geht's der wirtschaft gut, geht's uns allen gut" - fritzen.

    der tortenfreak
    28.01.2008 10:29
    wie wäre es einfach,

    Pfründe aus der Vergangenheit einzudämmen?

    Wenn Ihnen zu diesem Thema nichts einfallen sollte, dann auch bitte hier nicht mehr posten.

    Jake Gittes
    28.01.2008 10:06

    Jetzt sollte er halt noch seinen Leuten vielleicht ein bisschen den Lohn erhöhen, denn 1400 für Vollzeit ist ja nicht gerade viel.

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