US-Auktion für Mobilfunk-Frequenzen: 3,7 Milliarden Dollar geboten

6. Februar 2008, 13:47
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Gesamterlös von mehr als 10 Mrd. Dollar erwartet - Google will ins Mobilfunk-Geschäft einsteigen - Branchenriesen AT&T und Verizon bieten mit

Bei der mit Spannung erwarteten Versteigerung zusätzlicher Mobilfunk-Frequenzen in den USA sind bis zum Wochenende Höchstgebote in Höhe von 3,7 Mrd. Dollar (2,52 Mrd. Euro) eingegangen. An der Auktion beteiligen sich neben den Branchenriesen AT&T und Verizon auch der Internet-Konzern Google, der ins Handy-Geschäft einsteigen will. Beobachter halten einen Gesamterlös des Staates für alle angebotenen Frequenzblöcke von weit über 10 Mrd. Dollar für möglich.

Zusammensetzung

Die derzeitige Gesamtsumme der Topgebote von 3,7 Mrd. Dollar setzt sich aus den jeweils höchsten Einzelofferten für mehrere Frequenzblöcke zusammen. Unter den Hammer kommen bei der seit vergangenem Donnerstag laufenden Versteigerung Sendefrequenzen im 700-Megahertz-Band. Sie werden durch den Übergang zur digitalen Fernsehübertragung in den USA frei.

Allein

Der Suchmaschinenriese Google ging allein an den Start. Als Partner zunächst im Gespräch waren die US-Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel und T-Mobile - Nummer drei und vier auf dem US-Markt. Spätere Kooperationen oder Sublizenzen sind aber nicht ausgeschlossen.

FCC

Für die Versteigerung zuständig ist die Federal Communications Commission (FCC). Sie bestimmte auf Druck von Verbraucherschützern und auch Google, dass der Sieger sein Netz für Handys, Online-Anwendungen und Software aller Art öffnen muss. Für den zwischen den Anbietern bisher streng abgeschotteten US-Mobilfunkmarkt ist dies eine absolute Neuerung.

Absprache verboten

Die Bieter dürfen sich bei der Versteigerung untereinander nicht absprechen. Sie müssen ihre Offerte elektronisch und anonym abgeben. Das Verfahren kann je nach den Geboten Wochen oder gar Monate dauern. (APA)

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