Mängel dokumentieren und bestätigen lassen

1. Februar 2008, 12:04
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Müll und Schmutz haben einer Gruppe Jugendlicher den Urlaub vermiest. Das Europäisches Verbraucherzentrum erklärt, wie man sich verhalten sollte

Eine Gruppe Jugendlicher buchte eine Pauschalreise nach Ibiza. Leider entsprach das Hotel gar nicht den Vorstellungen, und es konnten konkrete Mängel genannt werden: schmutzige Zimmer, Müll vor dem Fenster, unzureichender Wechsel von Handtüchern und Bettwäsche sowie schlechtes Essen.

Die Jugendlichen berichteten, dass sie diese Mängel vor Ort zwar gemeldet hätten, man ihnen jedoch nicht geholfen habe. Nach der Rückkehr verlangten sie daher eine Preisminderung vom Reiseveranstalter. Der Reiseveranstalter lehnte dies mit der Begründung ab, dass kein Vermerk über eine Mängelrüge vor Ort auflag. Somit habe er nicht die Möglichkeit gehabt, Beanstandetes zu beheben.

>>> Das Europäische Verbraucherzentrum sagt dazu: Wir raten Ihnen dringend Mängel gleich vor Ort dem Reiseleiter zu melden. Sonst hat der Reiseveranstalter nicht die Möglichkeit diese zu beseitigen und wird deshalb außergerichtlich versuchen Ihre Entschädigungsansprüche zu schmälern.

Lassen Sie sich die Reklamation aus Beweisgründen auch schriftlich bestätigen und dokumentieren Sie die Mängel durch Fotos.

Ohne Einschaltung eines Rechtsanwaltes oder Einleitung gerichtlicher Schritte kann es sonst, wie im geschilderten Fall, passieren, dass eine Preisminderung vom Reiseveranstalter außergerichtlich sogar zur Gänze verweigert wird.
(DER STANDARD/Printausgabe/26./27.1.2008)

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reisehelpdesk@derstandard.at


Informationen:
europakonsument.at
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    Müll, Schmutz, unsaubere Handtücher - nur einige der Mängel, die den Urlaub vermiesen können.

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