Startup entwickelt billigen Flash-Speicher mit 100 Gigabyte

4. Februar 2008, 10:17
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Intel und weitere Investoren lassen 14 Millionen Dollar Entwicklungskapital springen - Fertigung wesentlich kleiner und effizienter

Das US-Elektronikunternehmen Nanochip arbeitet an einer Technologie, mit der Flash-Speicher künftig deutlich günstiger und kapazitätsstärker gebaut werden können. Laut den Entwicklern sollen ihre Chips bereits jetzt in der Lage sein zig Gigabyte an Daten zu speichern. Erstes Etappenziel ist es, bis Ende 2008 einen Prototypen zu bauen, der über die Kapazität von 100 Gigabyte verfügt. Im Laufe des Jahres 2009 sollen die ersten Produkte in die limitierte Fertigung gehen, so die Pläne des jungen Unternehmens. Weitere Forschungen sollen die Kapazität schließlich auf ein Terrabyte hochschrauben.

Kleiner und schneller

Die drastische Steigerung der Kapazität erreichen die Techniker durch Verkleinerung der Strukturgröße. Bisherige Flash-Memory-Produkte weisen eine Struktur von 65-Nanomter auf. Auf den neuen Chips aus den Silicon-Valley-Labors des Startup-Unternehmens passt ein Datenbit auf den Platz von 15 Quadratnanometer. Der Chip basiert auf einem Micro-Electro-Mechanical-System (MEMS). Das bedeutet, dass er Tausende kleine bewegliche Messspitzen beinhaltet, die zum Lesen und Schreiben der Daten auf dem zweiten Teil des Chips benötigt werden. Durch die Vielzahl der Lese- und Schreibköpfe liefern die Speicherchips auch eine hohe Bandbreite, die Geschwindigkeit beim Speichern und Abrufen könne deutlich erhöht werden, so Nanochip.

14 fremde Millionen

Besonders hervorgehoben wird die günstige Produktionsweise, die dadurch ermöglicht wird, dass man keine neuen Fertigungsanlagen bauen müsse. Laut Nanochip können die Super-Chips auf zehn Jahre altem Equipment produziert werden. Gehen die Pläne des US-Unternehmens auf, so könnte dies der endgültige Durchbruch von Flash-basierten Speichermedien, sogenannten Solid State Disks (SSD) sein, die bereits jetzt als stromsparende Alternative zu magnetischen Festplatten positioniert werden. Bislang sind SSD jedoch noch teuer und damit lediglich in High-End-Geräten verbaut. Überzeugend dürften die Nanochip-Techniker in jedem Fall auf Investoren gewirkt haben. In einer Finanzrunde konnte das Unternehmen 14 Millionen US-Dollar Fremdkapital lukrieren. Als Investoren treten Intel Capital, JK&B Capital sowie ein weiterer Finanzunternehmen auf, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. (pte)

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Nanochip

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    foto: nanochip
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