Ferrero-Waldner hat sich in Wien "wie Sissi gefühlt"

28. Jänner 2008, 08:37
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EU-Kommissarin wurde von El Pais anders gefragt - "So, wie viele österreichische Frauen", habe sie sich auf Bällen als Sissi gefühlt

"Haben Sie sich schon einmal wie Kaiserin Sissi gefühlt?" wurde Benita Ferrero-Waldner von der wichtigsten spanischen Tageszeitung gefragt. "Vielleicht auf den Bällen von Wien, auf dem Opernball. Dort habe ich mich wie Sissi gefühlt. So, wie viele österreichische Frauen", antwortete die EU-Außenkommissarin.

Auf der letzten Seite der Sonntagsausgabe von El País, dort, wo die eher persönlichen Seiten Prominenter erkundet werden, verriet Ferrero-Waldner Vorlieben beim Essen (Fisch, Obst und Gemüse, wegen des "empfindlichen Magens"), erwähnte aber auch ihren guten Magen, was andere Prominente wie Nicholas Sarkozy und Carla Bruni angeht. ("Er kann heiraten, wen er will. Und sie auch. Mir kommt das nicht schlecht vor.") Sie werde in Österreich nicht nochmals das Präsidentenamt anstreben, "diese Anstrengung unternimmt man nur einmal", auch wenn sich die Interviewerin Karmentxu Marín durch den Vornamen ihres spanischen Ehemanns Francisco Ferrero an Kaiser Franz Joseph (auf spanisch: Francisco José) erinnert fühlt.

Reinkarnation

Im ernsteren Teil fragt die Journalistin, die Politikwissenschaften studiert hat, ob die in Madrid ausgerufenen "Allianz der Zivilisationen" nicht heiße Luft sei. "Die verschiedenen Kulturen müssen sich einander annähern", versichert Ferrero-Waldner. Am Schluss bekennt sie, dass sie als Kind gerne Ärztin, Archäologin oder Ballerina geworden wäre. Vielleicht könne sie das, als Reinkarnation, auch noch werden. (est, DER STANDARD, Printausgabe 22.1.2008)

  • Ausriss aus der Zeitung "El País": Ferrero-Waldner vor 
einem Obststand in Madrid.
    el pais

    Ausriss aus der Zeitung "El País": Ferrero-Waldner vor einem Obststand in Madrid.

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