Erneut Datenpannen in Großbritannien: Angaben von 600.000 Bürgern verloren

Redaktion, 27. Jänner 2008 15:42

Laptop eines Marine-Offiziers mit Daten von Rekruten gestohlen - Kurz danach Laptop mit sensiblen Bürger-Daten in Flughafennähe aufgetaucht

Eine neue Datenpanne bringt die britische Regierung weiter in Bedrängnis. Wie das Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte, wurde in der vergangenen Woche der Laptop eines Marine-Offiziers mit persönlichen Angaben von bis zu 600.000 Rekruten und Bewerbern der Streitkräfte gestohlen. Die gespeicherten Daten reichten in einigen Fällen von Ausweis- und Führerschein-Details über Versicherungsnummern bis hin zu Angaben zur Familie sowie Name und Adresse von Ärzten der betroffenen Personen. Der Diebstahl habe sich am 9. Januar in Birmingham ereignet, sei aber aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt bekanntgegeben worden, erklärte die Polizei.

Ein Unglück nach dem anderen

Es ist bereits die vierte große Datenpanne in drei Monaten. Im November verlor die britische Steuerbehörde gespeicherte Angaben von Kindergeldempfängern. Insgesamt gingen CDs mit Daten von 25 Millionen Bürgern verloren. Eine Woche später gingen den Behörden die Daten von drei Millionen Fahrschülern abhanden. Im Dezember gingen Patienten-Aufzeichnungen im Gesundheitswesen verloren. Unter anderem die Datenpannen und die schwache Wirtschaftsentwicklung haben Premierminister Gordon Brown und seine Labour-Partei in der Wählergunst auf ein Umfrage-Tief sinken lassen.

Ein Unglück kommt selten allein

Nur kurz nach dem Bekanntwerden einer erneuten Datenpanne in Großbritannien hat ein Autofahrer auf einer Straße Hunderte von Dokumenten mit persönlichen Informationen britischer Bürger gefunden. Die Papiere, die nahe des Flughafens Exeter in der südwestenglischen Grafschaft Devon entdeckt wurden, enthielten unter anderem Pensions- und Arbeitsinformationen, Bankauszüge und Passkopien, wie die Nachrichtenagentur PA am Samstag berichtete. Der Autofahrer sagte, er habe bereits zum zweiten Mal an diesem Ort solche Papiere gefunden. Die zuständige Behörde kündigte sofortige Ermittlungen an. (APA/dpa)

Kommentar posten
14 Postings
bonetree
25.01.2008 12:19

Alles was mit Daten passieren kann wir auch irgendwann passieren.

Datenvermeidung vor Datenschutz ist gefragt.

der postbote
21.01.2008 09:22
damit ist der weg bereitet, für das outsourcing der datenverwaltung

weil privat ja alles besser kann als der staat.

mit denkender
21.01.2008 09:01
in großbritannien sind daten verloren gegangen

und ich china ist ein sack reis umgefallen...

wenn man diese ereignisse auf die "pro/einwohnerzahl" rechnet dürften sie gleich gross sein...

vandermonde
21.01.2008 09:26
Das...

..."mit denken" funktioniert nicht so ganz, oder... ;-)

mit denkender
21.01.2008 09:39
ach wie phantasievoll

den nickname zu missbrauchen - hat vor dir noch keiner getan.....

versuchs mal selbst mit dem mitdenken.

aber sarkasmus ist nun mal nicht jedermans sache - gelle?

der postbote
21.01.2008 10:57
ihr posting und sarkasmus unter einen hut zu bringen ist aber nicht möglich

mit denkender
23.01.2008 08:56
dann sollten sie aber

an sich arbeiten...

Dr. Seltsam
 
21.01.2008 08:43

Der Hintergrund ist mir nocht nicht klar, aber so viele Datenpannen in einem Land in so kurzer Zeit sind schon interessant.

Ich würde meinen, dass bei uns die meisten Daten in zentralisierten Systemen liegen. Wieso müssen Personen überhaupt solche Daten mit sich herumtragen?

Ich frage mich, ob das in UK einen neue Methode ist, unliebsame Personen aus diversen Posten abzuschielßen, oder ob das einen anderen Hintergrund hat.

NONE
20.01.2008 22:11

Man sollte doch aufhören von "Pannen" zu sprechen.

cybermen
 
20.01.2008 19:38
dann ist eigentlich die Überwachung wurscht

wenn die Deppen die Daten sowieso wieder wegschmeissen.

yomellamo
20.01.2008 16:03
wann die wohl endlich lernen werden,

kryptographie einzusetzen?

NONE
20.01.2008 22:11

Wurde doch in den UK vor nicht allzulanger Zeit verboten.

Fragt sich natürlich warum Gesetze von der Industrie-Troika irgend eine Bindung f+r die Gesellschaft haben sollen ...

Alexander Forst-Rakoczy
21.01.2008 10:45

Seit wann in Großbritannien? Ich kenne nur Frankreich, wo die Verschlüsselung für Private auf eine bestimmte Schlüssellänge eingeschränkt ist.

Abgesehen davon geht es hier um das Militär! Ich glaube kaum, dass ein Kryptographieverbot auch auf Exekutive, Militär oder gar Geheimdienste ausgedehnt wurde.

vorname nachname1
20.01.2008 15:33
wie kann man nur sooooo dumm sein.

diese geschichten wiederholen sich laufend. und es gibt warhscheinlich ueberhaupt keinen guten grund solche daten auf einem laptop herumzufuehren. den chefs die sowas zulassen muessten mit konsequenzen rechnen, wird aber wahrscheinlich nie passieren....

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