Anders

18. Jänner 2008, 16:50
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"Wenn Sie im Hongkong-Office durch unsere Gänge gehen, sehen Sie Leute, die sich dabei wohlfühlen, Bilder ihrer gleichgeschlechtli­chen Partner auf den Schreibtisch zu stellen"...

... ,das sagte kürzlich Cheryl de Souza, Diversity-Director für Asien in der Investmentbank Lehman Brothers zur Financial Times.

Gleichzeitig mehren sich in Asien, dem Hotspot der Banker, die Initiativen des Big Money – von Goldman Sachs abwärts –, Schwule und Lesben bewusst zu rekrutieren. Was da aus der Not, nicht genügend geeignete Talente zu finden, entsteht und aufbricht, ist eine riesige Chance für das gesamte Diversity-Thema: Unterschiede sichtbar zu machen, zuzulassen, sogar zu fördern. Das bedeutet natürlich auch Konfrontation. Unternehmenskulturen radikal zu verändern. Die hier so gerne getragenen Mäntelchen abzulegen.

Diversity-Manager als Funktion sind in Österreich noch eine rare Spezies. Aber dort, wo es sie gibt, suchen Unternehmen die Antworten: Haben wir gläserne Decken? Wie offen sind wir für Schwule, Lesben, Ältere, Behinderte, andere Religionen, andere Kulturen? (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 19./20.1.2008)

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    foto: diestandard.at/daniela yeoh
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