
Liegestütze, Kniebeugen und andere Disziplinierungsmaßnahmen: ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon will sich "Best-Practice-Modelle" von deutschen Erziehungscamps - wie hier in Diemelstadt - anschauen.
Die Volkspartei wandelt damit auf den Spuren ihrer deutschen Schwesterpartei CDU. Diese hatte sich zuletzt für einen Ausbau von Erziehungscamps und für ein schärferes Jugendstrafrecht ausgesprochen.
Missethon: "Wir müssen uns um dieses Problem kümmern." Man müsse zum einen auf Prävention setzen, "gleichzeitig müssen wir jugendliche Straftäter aber auch wieder fit für die Gesellschaft machen". Und dafür seien Erziehungscamps eine Möglichkeit. Dort könnten sie lernen, "dass es Regeln gibt, und Konsequenzen, wenn man sich nicht an die Regeln hält". Gut gefällt Missethon ein Boxcamp im deutschen Hessen. Was er nicht will: "Camps, die es in den USA gibt, wo versucht wird, den Willen der Jugendlichen zu brechen."
Prüfen will die ÖVP aber auch, ob die bestehenden Strafgesetze für Jugendliche noch ausreichen. Eine Verschärfung sei aber "nicht die erste Priorität", sagte Missethon. Und schließlich müssten endlich auch die Verhaltensvereinbarungen an den Schulen flächendeckend umgesetzt werden.
Im Ö1-Morgenjournal sagt ÖVP-Chef Wilhelm Molterer zu dem Thema, wer Grenzen überschreite, müsse mit Konsequenzen zu rechnen haben. Besonders sensibel sei der Bereich sexueller Missbrauch von Jugendlichen, kompromisslos gegen Drogendealer, die Kinder schädigen, so Molterer auf Ö1. Am Alter der Strafmündigkeit will Molterer im Gegensatz zu Innenminister Platter nicht rütteln.
Justizministerin Maria Berger lehnt schärfere Strafbestimmung ab. Dem Camp-Vorschlag hält sie im Standard-Gespräch entgegen: "Es gibt bereits Sanktionssysteme. Ich lade die ÖVP ein, mit mir die Jugendstrafanstalt Gerasdorf zu besuchen."
Arno Pilgram, Leiter des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie, hält eine härtere Gangart gegen jugendliche Straftäter für "kontraproduktiv". "Das ist eine populistische Debatte", meint Pilgram und fragt: "Was soll das heißen für die Zukunft? Uni für die einen, Camps für die anderen?" Jugendkriminalität könne man nicht gänzlich abschaffen, das sei eine "Illusion", glaubt Pilgram.
Strafen statt Problemlösung
Udo Jesionek, der ehemalige Präsident des 2002 aufgelösten Jugendgerichtshofs, spricht von einer "fixen Idee: Wenn ich eine strengere Strafe mache, gibt's weniger Kriminalität. Es ist bequemer, nach einer Strafe zu rufen, als sich zu überlegen, wie man die Wurzeln anpacken kann."
Von "Erziehungscamps" hält Jesionek gar nichts: "Sie werden hierzulande keinen Fachmann finden, der dafür ist. Es stimmt nicht, dass Gewaltsituationen erzieherisch wirken." Es gebe aber durchaus sinnvolle Maßnahmen für schwierige Jugendliche: "Outdoor-Therapien sind gut, gerade für Jugendliche, die nicht gewohnt sind, Strukturen zu haben."
Diese Maßnahmen habe es in Österreich bereits gegeben, sagte Jesionek zum Standard - derzeit fehle aber das Geld: "Die vorige Regierung hat überall eingespart. Sie hat den Jugendgerichtshof aufgelöst, die Bewährungshilfe reduziert, die Sozialarbeiter reduziert. Da macht man das ganze soziale Netz kaputt, und dann wundert man sich, dass die Kriminalität größer wird." Laut Kriminalstatistik gab es seit 2001 bei den 14- bis 18-Jährigen ein Anzeigenplus von mehr als 50 Prozent. (Von Günther Oswald und Andrea Heigl/DER STANDARD, Printausgabe, 18.1.2008)
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Also echt jetzt! Ich finde es total super wenn dieses Camp endlich mal bei uns in Österreich gemacht bez. erichtet wird! Weil wenn man so die Nachrichten liest und im Radio hört was die Jugendlichen so anrichten wie zum beispiel , bei einer Polizeilichen kontrolle ohne beträchtlichen Grund durch dreht oder bei den Eltern zuhause durch dreht nur weil sie ein wenig im Haushalt helfen sollen wie zum beispiel : Müll runter tragen oder beim Geschirrspüler ein - ausräumen helfen! Also wenn nach mir ginge ich hätte nichts dagegen wenn wir so eine Einrichtung bekämen , wenn eins von meinen Kindern so währe dann würde ich es sofort in dieses Einrichtung geben! Ehrlich wahr die armen Eltern und Lehrer bei solchen Kindern!
Volksschule in Leoben 1965–1969, Hauptschule in Leoben-Donawitz 1969–1973, Höhere technische Bundeslehranstalt für Maschinenbau in Kapfenberg 1973–1978, Studium an der Montanuniversität Leoben (Fachrichtung Werkstoffwissenschaften, Dipl.-Ing.) 1979–1988; Präsenzdienst 1978–1979.
Missethon weist für einen ÖVP Politiker einen relativ hohen Ausbildungsstand auf - wobei er für sein Studium schon etwas länger brauchte - doch was hat sein nunmehriger Tätigkeitsbereich in der Politik mit seiner Ausbildung zu tun? GAR NICHTS!
Er ist fehlbesetzt, was er ja auch ständig beweist.
:o(
Wenn ich beim Führerschein genug Punkte eingeheimst (ensprechende Reglen nicht eingehalten) habe, muss ich zur "Nachschulung". Wo ist der Unterschied zu anderen Regeln. Es ist meiner Meinung nach nur eine Frage des Umganges mit den Menschen während der Nachschulung. Ob es nun Camp oder Therapie heißt ist egal. Ich glaube es ist Pflicht der Gesellschaft ihre Regeln möglichst sanft aber auch möglichst effektiv durchzusetzen.
30 zum Großteil schwer gestörte Zöglinge in einer Gruppe, überforderte Erzieher, knallharte Tagesordnung, militärischer Drill, kein Einzelausgang im ersten Jahr, Anstaltseinheitskleidung und monatlichen Zwangshaarschnitt, Arbeitsverpflichtung hie und da ein paar auf die sogenannte "Goschn", kann auch mehr sein..., ich weiß nicht, ob das ein "Erziehungscamp" ist, aber den Dreck hatten wir in Österreich bereits. Und das noch einige Jahrzehnte nach den berüchtigten NS-Erziehungsanstalten. Namen, Bezeichungen tun nichts zur Sache, wie immer "so etwas" genannt werden will, es ist verzichtbar.
Sie sind auch einer der sagt, was einmal schlecht war muss immer schlecht sein.
In den 30er Jahren war in der Schule die Prügelstrafe ein Standard - heute? Sollen wir deswegen jetzt schnell die Schulen abschaffen, denn wir hatten dieses System, egal wie es sich nennt, schon einmal in Österreich?
Der Mensch darf lernen. Auch Sie.
Weil Sie das unreflektierte stänkern nicht lassen können. Sie sind ein kleiner Wichtigmacher der keine Ahnung hat. Wenn Sie schon 30 Jahre zurück in die Steinzeit verlegen wollen, etc., dann helfe ich Ihnen doch glatt beim rechnen. 30 Jahre zurück war das Jahr 1978. Vierzig Jahre zurück war das Jahr 1968. Damals war es Normalität Kinder und Jugendliche mit denen die Jugendwohlfahrt etc. nicht fertig wurde, in Erziehungsanstalten zu stecken. Was sich dort hinter Mauern abspielte, sollte heute nicht mehr möglich sein. Auch nicht in feuchten Träumen mancher Politiker. Die Heimerziehung heute und von damals kann in Summe nie verglichen werden. Das ist kein Freudengesang für Heime,so gut sie auch sein mögen, denn ein eigenes gutes und funktionierendes Elternhaus und Familie kann kein Heim ersetzen. Sie erwähnen die 30erjahre mit der Prügelstrafe, nennen dies damaligen Standard, die heutige Form der Erziehungs in betreuten und pädagogisch geführten Kleingruppen in Heimen scheint Ihnen auch nicht so recht zu schmecken. Also treffen wir uns in etwa in der zeitlichen Mitte. Den 1960erjahren. Wollen Sie wieder geschlossene und halbgeschlossene Erziehungsanstalten mit militärischem Drill und in die Gosch*n hauen? Da sie sich anhand Ihrer zahlreichen Stellungsnahmen zu diesem Thema auszukennen scheinen, so bitte ich Sie mich wissen zu lassen w a s Sie möchten? Oder
w i e Sie es machen würden. Teilen Sie uns bitte Ihr geheimes Fachwissen mit.
lesen.
denken.
posten.
Aber für Sie, in dem von Ihnen so gepflegten persönlich angriffigem Stil: Ihnen scheint entgangen zu sein, daß ich behaupte, heute hätten wir in der Didaktik dazugelernt. Ihre permanente Argumentation, sie hätten es schlecht gehabt - vor Jahrzehnten - deswegen ist bis heute keine Verbesserung eingetreten, ist dürftig.
mich.
Selbstverständlich kann der heutige Umgang der Erziehungsbehören und der Heime als solche, NICHT mit jenen von z.B. 1960erjahre verglichen werden. Na Gott sei Dank, kann ich da nur sagen. Doch frage ich mich, "WAS" die ÖVP will, wenn schon damals Härte und nochmals Härte nicht gegriffen hat. Koch (CDU) der das Thema ausgegriffen hat, ich denke Sie sind über seine Vorstellungen informiert, wurde sogleich von Herrn Missethon (ÖVP) übernommen und in die Medien gebracht. Wie definiert sich ein "Erziehungscamp"? Gut, Herr Missethon wird nach Deutschland fahren und sich d a s anschauen. Ob er uns von seinen Eindrücken berichten wird?
In den 30er Jahren war in der Schule die Prügelstrafe ein Standard - heute? Sollen wir deswegen jetzt schnell die Schulen abschaffen, denn wir hatten dieses System, egal wie es sich nennt, schon einmal in Österreich?
In den 1960erjahren war in den Erziehungsanstalten Österreichs Prügelstrafe Standard. Sollen wir jetzt die Sozialpädagogischen funktionierenden Einrichtungen mit den betreuten Kleingruppen abschaffen ,weil die Jugendkriminalität und die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen steigt?
Immerhin, der Anfang wurde ja gemacht. Den Jugendgerichtshof gibt es nicht mehr.
Wer glaubt mit "härteren Maßnahmen" die Problematik in den Griff zu bekommen ist, egal welcher Partei er angehört, ein Hirnederl.
Die Frage ist, wie kommen Sie auf die Idee, die VP würde auf Maßnahmen wie in den 30er oder 60er Jahren zurückgreifen wollen? Wenn Sie den Artikel lesen, das sind Zuschreibungen, die deklarierte Gegner machen. Von denen haben wir ja nichts anderes zu erwarten.
Jugendkriminalität ist ein Problem. Ich erwarte von einer Regierungspartei, dass sie rausgeht und sich "Best Practice" in anderen Ländern ansieht. Die Idee, Prügelstrafen wären in Deutschland "Best Practice" ist eine des Standard's. Nicht mehr.
Niemand hier hat versucht "Erziehungscamp" zu definieren - nur zu diffamieren. Jesionek - immerhin kein ungebildeter Depp - stellt fest, Camps wären böse, Outdoor-Events gut. Und was ist ein Camp? Da gibts kein Outdoor? Populismus pur.
Es reichen die 1960erjahre. Im dieswöchigen "profil" ist ein interessanter Bericht. D a s möche ich nicht haben. Sei nur gedacht und gesagt. Es wird und wurde von Seite der ÖVP nichts konkretes gesagt, ich laß mich überraschen. Ich streite mich aber nicht um "Bezeichnungen". Das Wort "Camp" hat bei uns einen ebenso schalen Geschmack wie "Sibirien", die Assoziationen zu diesen Begriffen sind klar. Ich möchte aber auch keinen alten Geist in einer neuen Flasche. Ich finde es auf jeden Fall unnötig (na freilich ist es erlaubt), sich als Trittbrettfahrer auf die Koch-Lokomotive zu stellen und nichts eigenes vorzuschlagen. Das Thema eignet sich, wie man in Hessen gesehen hat, nicht für Parteipolitik, und es ist viel zu ernst. Und ich appeliere immer wieder,den Jugendgerichtshof auferstehen zu lassen. Mit Parolen wie :"Wir brauchen keine rote Kuschelpädagogik", kann sich Herr Donnerbauer sein Büro ausmalen lassen.
Missethon :"Hurra hurra...gleich anschauen", ist für mich Trittbrettfahren.
Ein deutscher Jugendlicher macht derzeit eine 1:1 Betreuung in Sbirien, stand in allen Medien. Einen Zusammenhang mit der ÖVP habe ich nicht hergestellt und werde ihn auch nicht herstellen. Missethon hat sich klar gegen boot-camps ausgeprochen. Also tun S' da nix hinein interpretieren. Worthülsen produzieren wir für den "politischen Gegner" alle, nur eine so depperte wie :"Rote Kuschelpädagogik" ist mir nicht eingefallen. Und so etwas hat Strafrecht studiert. Da hab ich mit meinem Pflichtschulabschluß mehr Hirn.
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