Greenpeace-Aktion gegen Klima zerstörende Spritsäufer

8. Februar 2008, 09:48
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Aktivisten: Autoindustrie setzt seit Jahren auf schwere Autos, während sie bei Messen ihre grünen Feigenblätter präsentieren

Wien - Zwanzig Greenpeace-Aktivisten haben sich bei der Vienna Autoshow an ein ausgestelltes "Sport Utility Vehicle" (SUV)gekettet, um gegen Klima zerstörende Spritsäufer zu protestieren. Die Umweltorganisation fordert, dass die Autohersteller endlich einer massiven CO2-Reduktion ihrer Flotten zustimmen.

"Wir verlangen, dass man sich endlich von solchen Klima-Killern verabschiedet, statt sie verstärkt in die Auslagen zu stellen", erklärte Greenpeace-Sprecher Jurrien Westerhof. Allein in Österreich wurden im vergangen Jahr fast zwanzig Prozent mehr SUVs verkauft als im Jahr zuvor.

"Die Auto¬hersteller müssen endlich die Verantwortung für ihren Beitrag an der Klimazerstörung übernehmen, statt sich mit einigen wenigen Sprit sparenden Modellen ein grünes Mäntelchen umzuhängen", appelliert Westerhof. "Vor allem die deutsche Autoindustrie setzt seit Jahren auf schwere Autos, während sie bei Messen weiterhin ihre grünen Feigenblätter präsentiert", moniert der Greenpeace-Verkehrsexperte.

Auf www.marktcheck.at präsentiert die Umweltorganisation eine Liste jener Pkw, die weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen und damit bereits jetzt die Greenpeace-Forderungen für 2012 mehr als erfüllen. 44 Modelle von achtzehn verschiedenen Herstellern schafftes es unter die 120 g CO2/km-Marke.

"Mit solchen Fahrzeugen zeigen die Produzenten, was alles möglich ist. Leider stellen diese Modelle bisher die Ausnahmen dar", bemängelt Jurrien Westerhof. (APA)

  • Greenpeace-Aktion vor der Wiener Messe
    foto: greenpeace/ teresa novotny

    Greenpeace-Aktion vor der Wiener Messe

  • Greenpeace: Wir verlangen, dass man sich endlich von Klima-Killern verabschiedet, statt sie verstärkt in die Auslagen zu stellen
    foto: greenpeace / kurt prinz

    Greenpeace: Wir verlangen, dass man sich endlich von Klima-Killern verabschiedet, statt sie verstärkt in die Auslagen zu stellen

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