Literatur im Blattgoldrahmen

29. Februar 2008, 21:00
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"Krieg und Frieden": Vergönnen wir Robert Dornhelm und seinem vielsprachigen Team die erzielte Breitenwirkung ...

foto:orf/eos entertainment/morris puccio
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Der vierte Teil

von Robert Dornhelms Krieg-und-Frieden-TV-Tetralogie kippt (wie schon der vorangegangene dritte) die Elemente der Kolportage mitten hinein ins chaotische Welttheater. Russlands adelige Offiziere, die eben noch mit vor Erregung nassen Flirtgesichtern am Kartentisch die Zukunft ganzer Dynastien verzockten, üben sich pflichtschuldig in Patriotismus. Dornhelm richtet – wohl nicht nur immanent aus Kostengründen – den Blick auf Ausschnitte: Seine napoleonischen Marschkolonnen sind ebenso schlank gehalten wie sein Bonaparte (Scali Delpeyrat), der – eine hübsche Korrespondenz mit der russischen Aristokratie! – die Gesinnung eines Va-banque-Spielers an den Tag legt.

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