Die Grippewelle rollt an

16. Jänner 2008, 14:34
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In der zweiten Jännerwoche wurden rund 15.300 Neuerkrankungen gemeldet, so Michael Kunze vom Institut für Sozialmedizin und empfiehlt wieder die Schutzmaske

Wien - Österreich wird derzeit von einer Grippewelle heimgesucht. Was den Sozialmediziner Kunze diesmal überrascht: "Die Zahl der Erkrankungen ist heuer besonders schnell angestiegen." Der Höhepunkt der Grippewelle werde in etwa zwei bis drei Wochen erwartet.

Gefahr für Ältere und Kinder

Besonders gefährdet sind laut Kunze ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen, aber auch Kinder. Doch den "fitten 18- Jährigen" könne es ebenfalls treffen." Eine effektive Vorsorgemöglichkeit ist die Influenza-Impfung, die die Österreicher allerdings nur zu einem sehr geringen Anteil in Anspruch nehmen.

Nur Impfung schützt

"Man kann sich bei dieser Situation international nur genieren", sagte Kunze. Eine Anfang 2007 durchgeführte Umfrage zeigte, dass in den vergangenen Grippe-Saison nur 18 Prozent der Österreicher gegen Influenza geschützt waren. Für die Impfung ist es laut Kunze aber noch nicht zu spät.

Vorsichtsmaßnahmen

Wenn die Grippe allerdings schon durch hohes Fieber, starke Glieder- und Kopfschmerzen spürbar wird, empfiehlt der Sozialmediziner schnell ein wirksames Medikament einzunehmen. Auch einfache Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen oder das Vermeiden von Händeschütteln können vorbeugend wirken.

An öffentlichen Orten, zum Beispiel der U-Bahn, sei auch ein Mundschutz hilfreich. Kunze: "Das ist bei uns zwar noch nicht üblich, ist aber sehr wirksam." (APA)

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