W wie "Wägämine"

Redaktion, 27. Mai 2008, 15:22

Sammlung in progress: So also ratschen die EidgenossInnen - das Schweizer ABC knapp vor der Vollendung

Wägämine (meinetwegen) können die Leute wüscha (kehren), was zu wüscha ist, sie können aber auch, falls die Zeit günstig für die Wümmät (Traubenlese) ist, wümma (Trauben ernten). Das nennt man werchä, also körperlich arbeiten.

Vögeliwohl (gut gelaunt) ist kaum einer, der verwütscht (gefangen) wird, er ist dann eher verchlüpft (erschrocken) oder vergelstärät (entgeistert). Und wer seine Zeit verplämpälät (vertrödelt), sollte voorig (reichlich) davon haben.

Ufsmaal, also plötzlich, kann man umgheiä (umfallen), wenn man überstellig (übermütig) oder uuliidig (nervös) ist und sich nicht gut umäluägät (umsieht). Nicht alles, was man uusläärt (ausleert), kann man uufläsä (aufheben).

T wie tämpälä, also sich Zeit lassen, soll man nicht, zumal wenn der Tätschmeischter, also der Chef, ein Teigaff, ein Neugieriger ist. Da empfiehlt es sich, vor dem Büro des Totsch (Deppen) tifig zu tüüssälä - eilig, aber leise zu gehen.

Schisshasen, also ängstliche Menschen, finden bald was schitter (bedenklich), und ein Säuniggel (Schweinehund) ist geübt im sauä (verschmutzen). Abgesehen davon kann sändälä (im Sand spielen) sehr sauglatt (lustig) sein.

R kommt definitiv nach Q wie der stets männliche Quadradsploderi. Aber auch eine Ratschbäse kann, zumal wenn sie eine Riibiisä (Streitsüchtige) ist, so dumm daherschwätzen, dass man Ranzä-pfiife (Bauchweh) bekommt.

Plodärä (schwatzen) und pfuttärä (schimpfen) tun Fußballfans gerne, wenn sie sich preichä (treffen). Aber vorsicht, ein Pfnüsäl (Schnupfen) ist keine Pfupf (Kleinigkeit) und flott aufgerissen in all dem Puff (Durcheinander).

Oppädiä (hin und wieder) geht es obsi (aufwärts), öppädiä nicht. Und nicht nur wenn öppis (etwas) oder öpper (jemand) obä inä (von oben) kommt, sollte man oordäli, also ziemlich im Sinne von anständig sein. So öppä (ungefähr).

Nastüechli (Taschentuch), Näscht (Bett), Nuggi (Schnuller), nidsi (abwärts) und nää (nehmen) sind mit N beginnende Worte. Nicht, dass da nömiä (irgendwo) ein Zusammenhang herzustellen wäre. Macht ja nüüt!

M wie Maitli, Maitschi, Modi, all das steht für das Mädchen, ganz egal, ob es Müntschis (Bussis) verteilt oder nicht. Im Stall wiederum stehen Moorä, das Schwein, und Muni, der Stier. Mundharmonika? Na klar, Muuloorgälä!

L wie Löcherbecki, also das Küchensieb, hat immer Saison. Ein Luuszapfä ist ein schlaues Kind, und es gibt Schlimmeres, als nach Niederlagen zu lätschä, zu weinen.

K wie karisierä, also flirten, ist bei der EM eher angesagt als kiflä, das schimpfen oder zanken bedeutet. Und kniebäl heißt übrigens müde, so kurlig (eigenartig) das klingt.

I wie iiluägä, also chancenlos, sind Österreichs EM-Fersler nicht. Da soll man sich nicht innä ghaiä, also täuschen lassen. Nur ein Joggel glaubt das, womit das J auch erledigt wäre.

H wie Höbürzu ist der Purzelbaum. Er ist nie "hüst und hot" (richtungslos). Dafür ist es "Hans was Heiri" oder ganz egal, ob man Ziehharmonika oder Handörgäli sagt.

G wie grüezi, denn so grüßen sie, ob der Glünggi (Halunke), der Glüschtälär (Lustmolch) oder der gmögige (sympathische) Schweizer. Der ist weit in der Überzahl.

F wie füdliblutt heißt splitterfasernackt, ganz ohne feckä (foppen). Auch manche Flättärä (Ohrfeige) vergisst man nicht so rasch, und wieder ist man der Schweiz ein Flärä (großes Stück) nähergerückt.

E wie Eiertätsch, was zwar fußballerische Assoziationen geradezu herausfordert, ballersterisch aber nichts zu bedeuten hat. Es handelt sich schlicht um ein Omelett.

D wie Däubälä, der Wutausbruch, der dem Fan nicht unbekannt ist, zumal wenn die Kicker mehr düüssälä (also schleichen) denn laufen, die Dottelis (Deppen).

C wie Chlööni: Der ewig Jammernde ist auch in der Schweiz kein unbekanntes Wesen. Streit und Zank, also Chädärä, ist weit verbreitet. Wer anderes angenommen hat, ist ein Chlaus, ein Naivling.

B wie Beizer, was mit Wirt zu übersetzen ist. Selbiger schenkt in seiner Beiz auch Bätziwasser, also Schnaps, aus. Letzterer kann zu einem ausgewachsenem Balaari führen. Dass dieser Ausdruck für einen Rausch nur in Teilen der Deutschschweiz gebraucht wird, sagt kein Bhaupti (Besserwisser), sondern ein Wissender von der Basler Zeitung.

A wie Aagoal: Klingt nach Toreschießen, hat damit aber nichts zu tun, sondern wird, wie auch Aahäuer, mit "Brotabschnitt" übersetzt. Abgwöhnerli ist ein allerletzter Schluck, aber das nur nebenbei.

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Captain Smoker
00
26.5.2008, 22:07
"Vögeliwohl"

Ist das das neue Pornoangebot von Ikea?

seebas
00
20.5.2008, 21:07

über die schweizer kann man ja sagen was man will...
---aber nur da schlechteste...

Jim de la Papaya
01
20.5.2008, 13:08

Pfeift da Schiri Ölfmeta
und i schau net amol,
bin i a Fuassbollverräter
weu daunn Vögeliwohl!

Trytheotherhole
00
17.5.2008, 20:35
Schweizer Fussball ohne Worte

Zuhören kann man, verstehen tut man nix - daher: Schweizer Fussball-Weisheiten ohne Worte: http://www.arthurundludwig.at/heft10/tell.htm

edlin config.sys
00
13.5.2008, 15:38
U wie UHURA GEIL - so würd nämle dia EM!!!

na mitka
00
..aber am meisten gibt S her

..wil
SIDER tüe die ja gly
SCHUTTE mit irne
SCHEICHE, u "we eine tannegi Scheiche het u Hagebuechigi Strümpf", de cha de das mängisch
SCHAMPAR glatt (luschtig) sy, we de die SCHÜTTELER übere Rase
SECKLE u sech
ALL SCHISSPOTT eine em andere
SCHLÄMPERLIGE AAHÄNKE ("dä huere Schafseckel!"), dass es
SCHIER kes änd nimmt, u mängisch gseht me wine sone
SPRÄNZEL tuet
SCHPIIDE,
STICH FURZ GALOPP, dere Balle nache u druf tuet
SCHTÜPFE, ganz
SCHTRUB!, vom Oberschtrübschte! Aber mängisch tuet eso nes Spiu o
SÄRBLE, u die
SCHÜTTELER tüe da öppis
SCHNURPFE, ZÄMESCHNURPFE, dasses my fei e chy
AASCHNÄGGELET...

na mitka
00
R

..auso: we am Dach öppis tuet
RÄBLE (rumple), de chasch du lang
RATIBURGERE, was das nöime sigi gsy. Hör jetz uuf
RAUE (jammere), tue lieber zum Schuttmätsch
REIFLE, schüsch chunnsch z'spät, u de bisch de wider
RUMPELSUURIG

na mitka
00
P

PFLUDINASS - wird me im räge, weme
PLÄMPPERLET (langsam isch). de tuet me schnäll emal
PLANGE dernach, mit erne heisse ovo vorem ofe z'
PLEGERE. Aber ufpasse! wede derbii z' lut musig losisch, tuet der de vilech der nachbuur a d' dili (oder a d' wand)
POLE.

Ziemlich leichter Stessa
01
29.4.2008, 21:57

Dem gemeinen Schweizer als solchem ist Respekt für die Chuzpe zu zollen, mit DER Sprache trotzdem Österreicherwitze zu machen.

Karl Karl4
00
31.3.2008, 21:50
also

mir gefaellt da das xiberger 'Noggl' besser

coachpotato
00
11.3.2008, 15:21
Chani Euro nei?

Hier die Erklärung :-)

http://www.youtube.com/watch?v=7uxPSbT37AQ

juanpablo85
00
26.3.2008, 13:51

L wie Löli.

Arno Brandner
00
iiluägä

iiluege ist wenn schon verlieren, aber da würd man eher sagen: verlüürä

el rumbero
00
In welchem Diaklekt??

Bei uns im Thurgau heisst das tatsächlich chancenlos.

John Wayne Geilo
00
27.3.2008, 14:58

nä, gebe brandner recht! iiluege heisst verlieren!

Eftalan Quest
00
28.2.2008, 11:21
H wie "Hirnen"

Ein sehr schönes Wort für "Nachdenken"

ibindes arbeitet
00
19.2.2008, 12:08

wanalausamorispackdrucksgoarisch

Rudolf Pesseg
00
20.5.2008, 15:34
Do san leida tippfehler drin gwest

waunalausamorispacksdrucksbisgoaris.

Helvetica im Namen des Wortes
00
19.2.2008, 12:00


1 hoop schwiiz kanada unterhose abela;-)

2 häsch mer en stutz

3 hüt gani aber sicher no furt

4 häsch mer en stei

5 häsch nöd no, bitti, betti, echli meh für mi

6 han hüt no nüt znacht gha, das ghat doch nöd

7 hesch echli welle

und noch vieles, vieles mehr!;-)

siu
00
20.5.2008, 11:50

häsch dini ovi hüt scho gha?

Quintus Beckloeffel
00

Hast du deinen Eisprung heute schon gehabt?

Nesquik rulez!

siu
00

nein, nicht ganz. aber interessante interpretation. ovi steht für ovomaltine, ein milchgetränk.

siehe
www.ovomaltine.ch

Quintus Beckloeffel
00

Wie gesagt: Nesquik rulez!

Amurathes
00
28.2.2008, 23:01
add 3

der schweizer geht doch eh nie furt er geht immer in usgang...

ChrisBen
00
19.2.2008, 08:38

hura geil

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