Winter-Aussagen historisch nicht fundiert

Redaktion, 03. Februar 2008 16:23

Grazer Uni-Professor: "Diskussion über Kinderschändung ist mir nie untergekommen"

Graz - Der Vorwurf der Grazer FPÖ-Spitzenkandidatin Susanne Winter, der Prophet und Religionsstifter Mohammed wäre ein "Kinderschänder" gewesen, ist historisch nicht fundiert. Man müsse bedenken, so Karl Prenner, a.o. Professor für Islamwissenschaft und Dozent an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, dass die erste Biografie über Mohammed (um 570 bis 632) erst im 8. Jahrhundert verfasst worden sei. Verheiratung junger Mädchen sei damals durchaus üblich gewesen, auch zum Zwecke der Festigung von Allianzen oder als "Auszeichnung".

Verheiratung bedeute aber noch nicht den Vollzug der Ehe, so Prenner im Gespräch mit der APA. Andere Quellen sprechen von einem Heiratsalter von 14 Jahren. Dies sei nicht unüblich gewesen, da damals auch durch geringere Lebenserwartung bedingt die Geschlechtsreife früher eingesetzt habe: "Das war eine ganz andere Geschichte", so Prenner. Konkret geht es um das Mädchen Aisha, die Tochter Abu Bakrs, deren erste biografische Daten wie Geburtsjahr nicht wirklich festgemacht werden können.

Eine Mohammed-"Biografie" von Ibn Ishaq sei erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Westen erschienen, übrigens von einem österreichischen Orientalisten übersetzt. Zuvor war die Beschreibung des Lebens und Wirkens Mohammeds auch von der Zeit bestimmt gewesen. "Die Byzantiner haben sich da nicht sehr zurückgenommen, auch das mittelalterliche europäische Bild nicht", sagte der Professor. In den Polemiken habe die Sexualität eine Rolle gespielt, aber eine "Diskussion über Kinderschändung" sei ihm noch nie untergekommen.

Das Bild Mohammeds als Epileptiker wurde laut Prenner lange tradiert, beschrieben wurden z. B. Schweißausbrüche. Epilepsie habe viele Ausformungen, auch hier stelle sich die Frage, ob es es sich um einen der Epilepsie ähnlichen Bewusstseinszustand gehandelt, eine Transzendenz. Dies komme ja auch bei vielen christlichen Mystikern vor, etwa bei Offenbarungen. (APA)

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Kommentar posten
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gerald deutsch
 
19.01.2008 09:00
aus der muslimischen Ueberlieferung

zur Abwec hslung mal etwas naus dem Reich der Fakten. Gemaess Hadith (der von Muslimen als zuverlaessig angesehenen Ueberlieferung bzgl. Leben und Wirken Mohammeds) wurde Aisha Bint Bakr, die Tochter Abu Bakrs, im Alter von 6 Jahren mit dem Propheten verheiratet. Die Ehe wurde, wieder gemaess Hadith, vollzogen als Aisha das reife Altert von 9.5 erreicht hatte. Dass dies auch zu dieser Zeit NICHT normal war, darauf deutet hin dass der Vatert das Maedels, wiederum lt. Hadith explizit um Aufschub fuer seine Tochter ersuchte. Dass ein angeblicher Historiker dies nicht wissen bzw. wohl eher nicht sagen mag erscheint merkwuerdig, sollte aber Interessierte nicht davon abhalten sich kundig zu machen. Die Hadith gibts auch auf Deutsch...

Chrissie1
15.01.2008 20:08
die große Kultur der Christen

wer schändet Kinder, wer vergewaltigt die Kleinen? Wer tötet Babys und Kinder im Vollzug der Pornographie, vögelt sie zu Tode? Wer handelt Sexsklaven aller Altersgruppen? Die Christen, oder? Reden über das Tabu und nicht darüber, ob ein Muslim das vielleicht getan haben mag. Aber vielleicht schaffen wirs ja noch, die Muslime "vollkommen" zu integrieren. Wahrlich, sie haben viel von uns zu lernen, bis sie es auch können, das was wir können, mit unseren großen Christenherzen, unserer hocherwachten so großen Kultur.

Quintus Beckloeffel
20.01.2008 19:20

Wenn manche Christen das tun, was Sie schreiben, dann können sie sich allerdings nicht auf das Vorbild ihres Religionsgründers berufen!

Shirin Maier
17.01.2008 11:36
Merken Sie eigentlich was???

Sie sind doch auch nicht besser als Winter! Die Christen töten Babys und Kinder im Vollzug der Pornographie, vögeln sie zu Tode, handeln Sexsklaven aller Altersgruppen. Halten Sie sich einfach zurück, wenn Ihnen nichts als pauschale Diffamierung von Christen einfällt. Man Winters Aussagen auch kritisieren, ohne dabei auf die Mitglieder einer anderen Religion hinzuhauen. Und zwar im gleichen Stile wie Winter. Peinlich...

Chrissie1
15.01.2008 20:00
epilepsie oder visionen?

Die Epilepsie Mohammeds:
Mohammed hatte Offenbarungen. Auch wir kennen das: Hildegard von Bingen hat ihre Visionen "geschaut", ihr komplexes medizinisches Wissen ebenso wie die Visionen über das künftige Weltgeschehen. Hat sie es nicht niedergeschrieben und einer Verkündigung zugeführt, wurde sie todkrank. Es war ihre Bestimmung, für die sie nichts konnte, mit der sie aber Kaisern und Päpsten das Leben gerettet hat. Diese Wahrnehmungen sind Ausnahmezustände, die kaum jemand beschieden sind. Mit Epilepsie hat das nichts zu tun.



M Ivan Undso
17.01.2008 15:18
Diese Wahrnehmungen sind Ausnahmezustände

zuviel ferngesehen??? ich hab eine aversion gegen selbsternannte propheten und sogenannte visionäre.
das ist das brot der fundamentalisten, ob sie nun katholiken moslems budhisten oder nationale sind.

FalscherProphet
25.03.2009 17:28
Du hast Aversionen?

Ist doch auch etwas schönes ^^

roter mob
15.01.2008 17:06
da brauchens...

...einen uni professor um herauszufinden, dass winters aussagen nicht historisch fundiert sind.

woher soll denn die was über geschichte wissen?

aus den 4 seiten krone bunt am sonntag????

4green2
15.01.2008 16:44
Propaganda und verletzung religiöser Gefühle!

In Österreich Standard?
Mir wird übel wenn ich Nachrichten wie diese lese. Leider werden diese Nachrichten sowohl in D und AT immer häufiger. Da stellt sich die Frage was man dagegen unternehmen kann...
Nur zwei Mausklicks weiter findet man ES Standard, Stichwort "Allianz der Zivilisationen". Ob diese Organisation nun erfolgreich ist/war oder nicht ist hier nicht die Frage... es ist vielmehr wichtig zu erfahren das einige Staaten offenbar ein Problem mit dem Islam haben.

Wie auch im tiefen Mittelalter, verfällt dieser Kontinent in einem sumpf voller hass und Ignoranz gegenüber anders denkenden oder aussehenden Menschen. Auch wenn es im Moment nur kleine Gruppierungen sind, es werden mehr und lassen erringerungen hervorkommen.

Angst?

(+

Dowanda 2000
15.01.2008 12:02
Wissenschaftler?

Entschuldigung - Aber wenn ich die Ausführungen des Historikers lese, dann weiss dieser im Endeffekt am Schluss seiner Aussagen genauso viel wie Susanne Winter. Nämlich nichts Konkretes. Wie auch? Ist ja schon ein paar Jahre her. Darum wird diese Pseudo-Anklage wegen Volksverhetzung auch im Sand verlaufen, denn Zeugen gibts wohl keine mehr wage ich mal hochzurechnen. Hauptsache sie kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wieder einen Haufen Geld und ein paar Männchen, die sich Staatsrechtler nennen, dürfen ein paar unverzichtbare Sätze in die Kameras sagen.

silenus
15.01.2008 16:25
dowanda,

gut beobachtet, auf eine gewisse weise. das geheimnis wissenschaftlicher betrachtung liegt nun darin, dass versucht wird verschiedene aspekte und thesen zu einem thema abzuwiegen, zu hinterfragen, klarer herauszuarbeiten usw. eine einfache antwort werden sie nun nicht erhalten.

und hier ist der unterschied zur winter: sie hat keinen beitrag zur theologischen diskussion gebracht. ihr ziel war es gezielt eine gruppe von menschen zu provozieren.

was glauben sie wird der staatsanwalt fragen? wie alt war die frau/das mädchen oder hat sie mit der aussage gegen eine (religöse) gruppe in unserem land gehetzt?

sehen sie dabei auch einen unterschied?

galiontariaho
15.01.2008 13:09
übrigens...

wird nun frau winter nach ihrer unsachlichen verhetzung und dem vermeintlichen rechtsbruch auf staatskosten mit polizeischutz beschenkt.

Österreicherin1
15.01.2008 13:29
das ist ein Skandal!

galiontariaho
15.01.2008 14:04
naja..

so funktioniert ein rechtsstaat...

es ist kein skandal, aber jedem sollte bewußt sein auf wessen kosten die fpö hier gezielt radikalisiert und hetzt.

einerseits sich als sicherheitspartei zu verkaufen und andererseits die sicherheit des landes direkt zu bedrohhen ist schon eine wunderbare sache :P

Ahmed Ben Arbia
15.01.2008 09:14
Auch wenn die Frau des Propheten 9 war

Man darf die Geschehnisse vom 6.ten Jahrhundert nicht mit den Augen vom 21.ten Jahrhundert bewerten oder verurteilen.
Das ist ungerecht.
Würde man die Geschehnisse vom 6.ten Jahrhundert aus den Augen von Islamfeindlichen Parolen aus dieser Zeit sehen, würde man feststellen, dass man den Propheten bezeichnet hat als: "Lügner","Magier","Koran-Dichter","von Geistern besessen","Verrückt" aber er wurde von keinem Feind als "Kinderschänder" gesehen. Dies zeigt ganz einfach, dass die Heirat vom Propheten mit Aicha in den Augen seiner Feinde ganz normal ist.

Linjuxerl
 
19.01.2008 10:19

Nun, zur Zeit der Nazi´s war auch viel normal, was heute verboten ist.


Shirin Maier
17.01.2008 11:40
Sie haben vollkommen recht....

Aber im Grunde lohnt es sich nicht, den Ausagen von Frau Winter überhaupt entgegenzutreten. Die sollten sich eigentlich von selbst richten....

Mitzi Tant
15.01.2008 13:39
"Man darf die Geschehnisse vom 6.ten Jahrhundert nicht mit den Augen vom 21.ten Jahrhundert bewerten oder verurteilen"

Ach ja, und was darf man als nächstes nicht. Die Geschehnisse des frühen 20. Jh. (so zwischen 35 u. 45) mit den Augen des 21. Jh. bewerten oder verurteilen?
Doch genau DAS darf man in diesem u. anderen Fällen tun, denn nur dieses Verurteilen ermöglicht es, das sich eine Gesellschaft positiv weiterentwickeln kann. Man nennt das auch Lernen aus der Geschichte.

ChrC1
 
15.01.2008 16:58
das ist genau der unterschied,

die verbrechen der nazis sind auch gemessen an der internationalen rechtslage und dem zivilisatorischen stand der menschheit zu dem zeitpunkt zu dem sie verübt wurden verbrechen gewesen.

Decius
15.01.2008 11:48
Schon die gesellschaftlichen Zustände

in Europa oder Amerika von 1950 oder 1910 mit den Augen von 2008 zu betrachten würde einem schlecht werden lassen. Man kann Moral nicht von einer Zeit in die andere transportieren.

Zuckerlilly Zuckerlilly
14.01.2008 23:30
Viel ägerlicher ist doch, dass die anderen Parteien im Graz längst wußten was auf sie zukommt

http://derstandard.at/?url=/?id=3123059

Seit September war bekannt, daß sich unter der Führung von Andreas Mölzer der Vlaams Belang, der VDU, die NPD, die Reps, die deutschen pro-Bewegungen, Le Pen und die FPÖ auf eine gemeinsame Wahlkampfstrategie geeinigt hatten: Anti-Islam. Graz ist nur der Testfall für größere Wahlen.

Der Islam hatte in diesem Wahlkampf überhaupt nichts verloren und das hätten die anderen Parteien klar machen müssen. Haben sie aber nicht. Warum? Das überlasse ich der Fantasie der Wähler.

M Ivan Undso
17.01.2008 15:22
ja ganau

der kreisky ist schuld...

silenus
15.01.2008 14:30
in diesem punkt gebe ich ihnen sogar recht,

die vollkommen unreflektierten politisierten meldung zum thema verhindern oder erschweren eine gesellschaftliche diskussion, die sehr notwendig ist. dort können dann ängste und verständnisprobleme angesprochen werden und unter mithilfe sämtlicher gesellschaftlicher gruppen können probleme und vielleicht sogar lösungsansätze herausgearbeitet werden.

in einem wahlkampf billig stimmen fangen zu wollen zeigt nur wie unterentwickelt das verständnis für ängste ist und dass realistische lösungsansätze bei diesen parteien einfach nicht vorhanden sind. das gute daran: mit jeder dieser aussagen wird das deutlicher.

yotaman
14.01.2008 19:15

Aischa bint Abi Bakr wurde mit 6. mit Mohammed verheiratet. Die Ehe wurde vollzogen, als sie 9 Jahre alt war. Steht in Hadith (Überlieferung), die 1. von Moslems als zuverlässung angesehen wird (keine Umschreibung), und wissenschaftlich bestätigt wird.

siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Aisc... t_Abi_Bakr

M Ivan Undso
17.01.2008 15:33
und wer r nochmal der typ in der bibel

der mit seinen töchtern kinder bekam???
der hat sich doch mit seinen beiden töchtern in eine höhle verschantzt und dort kinder mit ihnen bekommen? DAS war also gotte wille...

sind alle christen nun inzest gefähredet???

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