Äpfel, Birnen und AkademikerInnen

17. Jänner 2008, 09:46
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Was diese drei Dinge mit der OECD-Studie zu tun haben, wollte SPÖ- Wissenschaftssprecher Broukal in einer Anfrage an Minister Hahn wissen - Mit Download

Österreich hat im internationalen Vergleich einen der geringsten Anteile an AkademikerInnen. Was die OECD-Studie "Education at a Glance" schon mehrmals aufgezeigt hat, bezeichnete die ehemalige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer einst jedoch als "Vergleich von Äpfel mit Birnen". Ob das der jetzige Wissenschaftsminister Johannes Hahn auch so sieht, wollte der SPÖ-Wissenschaftssprecher in einer parlamentarischen Anfrage wissen. Auf die Frage ist der Minister nicht eingegangen. Dafür erklärt er, wie die OECD-Studie in Zukunft verbessert werden soll.

Verbesserungsvorschläge

Die Methode der Studie verteidigt Hahn in seiner Anfragenbeantwortung. Allerdings räumt er ein: "Verbesserungsmöglichkeiten sind aber bei internationalen Vergleichen von solcher Komplexität fast immer gegeben." Derzeit laufe eine "Zweijahresfrist der Sichtung von Schwierigkeiten bei der Umsetzung von ISCED-97" ("International Standard Classification of Education"). Am Ende der UNESCO-Generalversammlung 2009 soll feststehen, ob und wie die Studie noch verbessert werden kann.

Jeder Zweite ein Akademiker

Broukals Frage, ob bei den tertiären Bildungsabschlüssen in Österreich schon der Zenit erreicht sei, verneinte der Wissenschaftsminister. "Im Jahr 2020 sollte schon fast jeder Zweite eine tertiäre Einrichtung besuchen", rechnet er auf Basis von OECD-Daten vor. Langfristig werde sich die AkademikerInnenquote dementsprechend positiv entwickeln, prognostiziert Hahn. (lis/derStandard.at, 15. Jänner 2007)

  • "Äpfel mit Birnen verglichen" hat die OECD bei ihren Bildungsstatistiken, meinte zumindest Ex-Bildungsministerin Gehrer.
    foto: derstandard.at/putschögl

    "Äpfel mit Birnen verglichen" hat die OECD bei ihren Bildungsstatistiken, meinte zumindest Ex-Bildungsministerin Gehrer.

  • Parlamentarische Anfrage von Josef Broukal.

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  • Beantwortung durch Johannes Hahn.

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