Gentoo-Gründer bietet Rückkehr an - mit Bedingungen

22. Februar 2008, 16:02
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Will "Führungskrise" bei der Linux-Distribution lösen, in dem er sich selbst an die Spitze setzt

Mit einem Angebot der eher ungewöhnliche Art richtet sich Gentoo-Gründer Daniel Robbins an die aktuell verantwortlichen EntwicklerInnen der Linux-Distribution. Um die derzeitige Führungskrise bei dem Projekt zu lösen schlägt er einen neuen Präsidenten für die Gentoo Foundation vor - sich selbst.

Angebot

Würden die EntwicklerInnen auf das Angebot eingehen, würde er sich in Folge daran machen, die Foundation und die Distribution selbst wieder "in die richtige Richtung" zu führen. Dem Angebot von Robbins vorangegangen waren konstante Auseinandersetzungen und strukturelle Problem bei der Linux-Distro. So ist nicht nur die 2007.1-Release ausgefallen, zuletzt hatte man auch den Status als Stiftung aufgrund von eigenen Versäumnissen verloren.

Bedingung

Dass das Angebot von Robbins trotzdem nicht auf ungeteilte Begeisterung stößt, "sichern" die damit verbundenen Bedingungen: So besteht er darauf, dass der aktuell gewählte Stiftungsrat nach dem Umbau zurücktritt und die neuen Mitglieder des Rates von ihm selbst bestimmt werden können.

Beratend

Robbins hatte die Linux-Distribution im Jahr 2005 in Richtung Microsoft verlassen, um dort als Open Source-Berater zu arbeiten. Vergangenes Jahr kam es dann zu einer kurzfristigen Rückkehr zum Gentoo-Projekt, die allerdings aufgrund von Streitigkeiten mit anderen EntwicklerInnen schnell wieder ihr Ende fand.

Abwarten

Der Gentoo-Gründer gibt den aktuellen Verantwortlichen jedenfalls nicht sonderlich lange Zeit über den Vorschlag zu beraten: Bis spätestens zum 18. Jänner wolle er eine verbindliche Antwort haben, entscheidet sich das Projekt gegen seinen Vorschlag, so sei dies für ihn auch in Ordnung. Diese müssten dann ihre Problem halt alleine lösen. (apo)

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