Tod des schwedischen "Kriegerkönigs" wird neu untersucht

12. Jänner 2008, 17:00
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Karl XII. ist 1718 zu Tode gekommen: Mit Knopf erschossen? Gefallen? Meuchlings ermordet? - Forscher wollen es jetzt genau wissen

Stockholm - Nach 290 Jahren wollen schwedische Forscher nun endgültig die Todesursache des legendären "Kriegerkönigs" Karls des XII. geklärt wissen. Mit Hilfe moderner Untersuchungsmethoden sollen kleinste Knochensplitter untersucht werden, die sich im Schädel des legendären Monarchen befinden dürften.

Mit Knopf erschossen?

Die Experten um Bengt Grisell wollen unter anderem herausbekommen, ob Karl XII. tatsächlich mit einem Knopf erschossen wurde, wie das die Geschichtsschreibung behauptet. Mit Hilfe von Rechenmodellen will man auch klären, von welcher Seite der tödliche Schuss abgegeben wurde. Bis heute ist nämlich unklar, ob der König durch feindliches oder Feuer aus den eigenen Reihen ums Leben gekommen ist.

Ruht weiter in Frieden

Das Grab Karls XII. in der Riddarholm-Kirche in Stockholm wurde schon mehrmals und 1917 zum bisher letzten Mal geöffnet. Diesmal soll die Totenruhe des umstrittenen Herrschers nur minimal gestört werden, indem man lediglich zirka zwanzig Knochensplitter aus dem Schädelinneren im Labor untersuchen und anschließend wieder zurücklegen will. (APA)

  • Umstritten: Karl XII (1682-1718) dient
wegen seiner Feldzüge und aggressiven Expansionspolitik heute
schwedischen Neonazis als Idol. Um seinen Tod bei der Belagerung der norwegischen Stadt
Halden im November 1718 ranken sich zahlreiche Legenden.
    bild: hyacinthe rigaud, 1715, öl auf leinwand

    Umstritten: Karl XII (1682-1718) dient wegen seiner Feldzüge und aggressiven Expansionspolitik heute schwedischen Neonazis als Idol. Um seinen Tod bei der Belagerung der norwegischen Stadt Halden im November 1718 ranken sich zahlreiche Legenden.

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