Sparefroh nimmt Platz in Tchibo-Regalen

15. April 2008, 12:55
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Erste Bank geht ins Kaffee-Geschäft und verkauft Sparbuch über Kaffee-Kette

Wien – Die Erste Bank geht, geografisch gesprochen, ins Kaffee-Geschäft. Der fürs Retail-Geschäft zuständige Vorstandsdirektor der Bank, Peter Bosek, hat am Donnerstag entsprechende Kooperationspläne mit der Kaffekette Tchibo/Eduscho konkretisiert. Um dem Ziel, zu den vorhandenen 657.000 Kunden weitere 20.000 dazu zu gewinnen, näherzukommen, wird ab Freitag in 60 Wiener, niederösterreichischen und burgenländischen Filialen der Kaffeekette bis 7. März ein so genanntes "Sparefroh-Paket" verkauft. Darin (neben einschlägig dekorierter Sparefroh-Kaffeetasse und einem 15-Euro-Einkaufsgutschein für Tchibo-Produkte) zum Kostenpunkt von 7,90 Euro inbegriffen: Die Unterlagen für die Eröffnung eines Kapitalsparbuchs mit neun Monaten Laufzeit und einer Verzinsung von 4,6 Prozent für einen Einmalerlag von 1000 bis 5000 Euro.

Verkauft wird das Sparbuch allerdings nur in Erste Bank Filialen, "wir sehen die Aufgabe der Tchibo-Mitarbeiter nicht darin, über Bankprodukte zu reden, sondern wollen nur unsere Vertriebskraft stärken, indem wir so zu sagen die Regalflächen von Tchibo nützen", erklärte Bosek die Kooperation mit dem Handel – weitere seien "geplant".

Erste Zusammenarbeit im Bankbereich

Für Eduscho Österreich – die bereits Kooperationen mit den Casinos Austria, der ÖBB oder One abgewickelt hat – ist das "Sparefroh-Paket" die erste Zusammenarbeit im Bankbereich, die bei gutem Erfolg ausgebaut oder verlängert werden könnte, wie Theresa Adler, PR-Managerin von Tchibo/Eduscho Austria sagt. Noch sei aber alles offen. In Deutschland ist Tchibo bereits aktiver im Finanzgeschäft tätig. Dort werden etwa Krankenversicherungen, Riester-Renten, Hypothekenkredite und Giro-Konten angeboten. Konsumenten als Sparer zu gewinnen, versucht auch die Handelskette Spar – mit eigenen Anleihen. Die Mindesteinlage auf dem Spar-Konto mit kostenloser Kontoführung (Online-Konto) ist 100 Euro. (gra, bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.1.2008)

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