Gastronomie und Hotellerie am insolvenzanfälligsten

Redaktion, 06. Februar 2008 14:13

Während die Unternehmenspleiten um 5,8 Prozent auf 6.301 Fälle zurückgingen, nahmen die Privatkonkurse dramatisch um 14,3 Prozent zu

Die Zahl der Firmenpleiten und der Privatkonkurse ist im Vorjahr um 4,8 Prozent oder um 689 Fälle auf 14.942 Insolvenzen gestiegen und hat damit einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Insolvenzstatistik 2007 vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) hervor. Während die Unternehmenspleiten um 5,8 Prozent auf 6.301 Fälle zurückgingen, nahmen die Privatkonkurse dramatisch um 14,3 Prozent auf 8.641 Fälle zu.

Österreichweit wurden im Vorjahr 25.403 Arbeitsplätze durch Pleiten gefährdet, das waren um 3.757 weniger als im vorangegangenen Jahr. Die Passiva gingen auf 3,43 Mrd. Euro nach 3,63 Mrd. Euro davor zurück.

Nach Branchen waren Gastronomie und Hotellerie auch 2007 am insolvenzanfälligsten, gefolgt vom Bauhaupt- und vom Baunebengewerbe und den Transportunternehmen.

Privatpleiten explodieren

Im Bereich der über ihre Verhältnisse verschuldeten privaten Haushalte stelle die ungebremst anschwellende Flut zahlungsunfähiger Personen eine permanente zunehmende Herausforderung aller beteiligten Institutionen dar, so der AKV. Überlegungen, durch legistische Maßnahmen zahlungsunfähige Private möglichst früh aus dem System der Einzelrechtsverfolgung der Gläubiger in die insolvenzrechtliche Generalexekution überzuleiten, sei richtig. Ebenso wichtig werde es aber sein, dass am Ende auch eines allfälligen neuen Typs von Schuldenregulierungsverfahren die Restschuldbefreiung ein Akt der Gläubigerautonomie (Zahlungsplan) oder der richterlichen Entscheidung über das Erreichen der gesetzlichen Mindestquote von 10 Prozent (Abschöpfungsverfahren) unter Berücksichtigung von Billigkeitsgründen bleibt.

Die meisten Pleiten gab es im Vorjahr mit 4.802 Fällen in Wien, gefolgt von Oberösterreich mit 2.096 Fällen und Niederösterreich mit 1.964 Insolvenzen. (APA)

Die Kraft der heilenden Steine
10.01.2008 16:55
Und jetzt bitte

noch Vermögensteuer einführen.

cybermen
 
10.01.2008 18:33
wieso

wollen Sie die Pleitegegangenen auch noch mit der Vermögenssteuer rupfen?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.